Probefahrt – Wer haftet bei einem Unfall?

Die Probefahrt ist ein wichtiger Schritt zum neuen Auto. Wir sagen, welche Rechte und Pflichten Kunden haben.


Und, wie fährt er sich? Die Probefahrt ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zum neuen Auto.  

Im echten Leben ist eine „Beziehung auf Probe“ kaum möglich - beim Autokauf dagegen schon. Die Probefahrt ist einer der wichtigsten Beweggründe für den Kauf eines neuen Autos. Doch welche Rechte und Pflichten hat man als Kunde eigentlich bei einer Probefahrt? Wir beantworten die relevantesten Fragen.

Warum sollte man vor dem Kauf eine Probefahrt vereinbaren?

Wer sich einen neuen Wagen zulegen möchte, sollte sichergehen, dass er sein Geld in das passende Fahrzeug investiert. Wie fährt sich der Wagen? Kann man alles im Fahrzeug so einstellen wie gewünscht? Passt das Platzangebot zur Körpergröße? Sind die Instrumente gut einsehbar? Diese Fragen lassen sich am besten bei einer kostenlosen Probefahrt klären.

Wie vereinbart man eine Probefahrt?

Vor Ort beim Autohändler, telefonisch oder online– etwa über die Probefahrtanfrage von Volkswagen.

Wo sollte man während der Probefahrt hinfahren?

Nur mal kurz um den Block zu fahren ist wenig sinnvoll. Eine Dreiviertelstunde sollte man sich mindestens Zeit nehmen, um das Fahrzeug in verschiedenen Situationen (z.B. Autobahn, Stadtfahrt, Landstraße) zu testen. Wenn der Händler einverstanden ist, kann man sich das Fahrzeug in Ausnahmefällen auch übers Wochenende ausleihen.

Sitzt der Händler bei der Probefahrt mit im Auto?

Eine Vorschrift gibt es nicht. Falls der Händler mitfahren möchte, sollte man dafür aber Verständnis haben. Bis zum Abschluss eines Kaufvertrages ist es sein Fahrzeug und er ist dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug pfleglich behandelt wird.  

Wer haftet bei einem Unfall während der Probefahrt?

Unfälle können bei Probefahrten durchaus vorkommen. Grund: Dem Kunden ist die Bedienung und das Fahrverhalten des Wagens meist fremd. Auch die unbekannten Instrumente und Bedienfunktionen können ihn vom Verkehrsgeschehen ablenken. Händler wissen das und sichern die Fahrzeuge in der Regel mit Vollkaskoschutz ab – oft allerdings mit einer Selbstbeteiligung für den Kunden bis zu einer vom Händler und dessen Versicherung festgelegten Schadenssumme. Zur Sicherheit fragen Sie vor der Probefahrt nach. Achtung: Bei grober Fahrlässigkeit (zum Beispiel Fahren unter Alkoholeinfluss) kann die Versicherung die Regulierung des Schadens ablehnen.  

Wer bezahlt, wenn man während der Probefahrt geblitzt wird?

Für diese Kosten muss der Fahrer als Verursacher des Verkehrsdelikts selbst aufkommen. Der Händler gibt die Kosten an den Kunden weiter.

Darf man während der Probefahrt auch „mal tauschen“ und Freunde/Bekannte/Partner ans Steuer lassen?

Vor jeder Probefahrt schließt der Händler einen Vertrag mit dem Kunden ab, kopiert dessen Führerschein und notiert die im Personalausweis stehenden Daten. Dritte wie Freunde und Bekannte dürfen nur ans Steuer, wenn sie ebenfalls einen Vertrag mit dem Händler abschließen. Mit einem ganzen Trupp anzurücken, weil die „Jungs alle mal fahren wollen“, ist also nicht unbedingt empfehlenswert.

Verpflichtet die Probefahrt zum Kauf?

Nein. Das würde auch dem Prinzip einer Probe widersprechen.


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