Raus aus der Studi-WG, rein in die Berufstätigen-WG:

Sophia (24) weiß, warum.


12.08.2017

  • Weil man sich zusammen mehr Wohnqualität und eine bessere Gegend leisten kann
  • Weil gemeinsame Feierabende einfach mehr Spaß machen
  • Weil man sich mit mehreren Gehältern auch den einen oder anderen Luxus leisten kann


Noch bevor mich der Weckton meines Handys aus dem Bett holt, wird das vom schrillenden Mahlwerk unserer Kaffeemaschine aus der Küche erledigt. Als ich verschlafen in die Küche tapse, begrüßt mich auch schon mein Mitbewohner Michi. Er ist 27und arbeitet als Informatiker. Kurz darauf kommt auch Katharina in die Küche, sie ist 32 und Sozialpädagogin. Schließlich stößt Jakob dazu, der wie immer verschlafen und nur Zeit für einen hastigen Schluck Kaffee hat. Er ist 29 Jahre alt und arbeitet als Chemielaborant. Ich bin mit 24 das Küken in unserer WG und arbeite als Volontärin in einer PR-Agentur.

Steckbrief Sophia:

Genügend Privatsphäre und trotzdem jederzeit Gesellschaft.

Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, ist eigentlich immer jemand da. Meistens gehen wir dann gemeinsam einkaufen, joggen oder chillen einfach auf dem Sofa. Am Abend sitzen wir oft zusammen, kochen, erzählen uns von unserem Tag und philosophieren bei einem Glas Wein über das Leben. Eigentlich wie zu Studentenzeiten. Nur, dass wir jetzt alle einen Vollzeitjob haben und sich die eigenen Bedürfnisse dadurch ein wenig verändern. Auf WG-Partys können wir unter der Woche gern verzichten, darüber sind wir uns glücklicherweise einig. Da wir alle voll berufstätig sind und einen ähnlichen Tagesrhythmus haben, hat auch jeder Verständnis dafür, wenn der andere einfach mal seine Ruhe haben und allein sein möchte. Beim Bedürfnis nach Gesellschaft ist aber immer jemand da, was wir alle sehr schätzen

Zu Uni-Zeiten war es sehr leicht, neue Leute kennenzulernen. In den vielen Seminaren, in Unisport-Kursen und auf WG-Partys ist es leicht, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und sich sein soziales Umfeld aufzubauen. Bei einer 40-Stunden-Woche ist das leider nicht mehr ganz so einfach. Wenn man für den ersten Job in eine neue Stadt ziehen muss, gestaltet es sich hingegen deutlich schwerer, neue Bekanntschaften zu schließen. Die Entscheidung für eine Berufstätigen-WG war hier goldrichtig.  

Mehr Wohnraum und Haushaltshilfe inklusive.

Für mich als Berufsanfängerin spielte natürlich auch der finanzielle Faktor eine Rolle, da ich noch nicht allzu viel verdiene und durch die WG eine Menge Geld sparen kann. Dabei sind nicht nur die Kosten für die Miete geringer, ich spare mir auch das Geld für eine Küche oder eine eigene Waschmaschine. Da man beim ersten Job noch nicht sicher sagen kann, ob man diesen weiterführen möchte und sich anfangs in der Probezeit befindet, ist die Berufstätigen-WG für mich eine sehr gute Möglichkeit, den Unsicherheiten des Jobs zu begegnen und durch meine Mitbewohner in der neuen Stadt anzukommen. Dadurch, dass wir vier Gehälter haben, können wir uns eine Wohnung leisten, die genug Platz bietet, um sich ohne Probleme auch einmal zurückzuziehen. Allein hätte niemand von uns eine solche Wohnung mit zwei Bädern, großem Wohnzimmer und sonnigem Balkon bezahlen können. Trotzdem hat jeder sein eigenes Reich. Und sogar den Luxus einer Haushaltshilfe, die einmal in der Woche die Gemeinschaftsräume sauber macht, können wir uns mit vier Gehältern leisten. Das erspart uns viel Stress und gibt uns allen mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben.

Eingespart und angelegt.

Der finanzielle Aspekt einer WG war, neben den sozialen Vorzügen, aber doch im Fokus, gerade als Berufsanfängerin. Schließlich ist nicht nur die Miete zu bezahlen, auch monatliche Fixkosten für Strom, Wasser und Heizung, sowie etwa eine Hausratversicherung, sind nicht zu unterschätzen. Wenn man dann noch einen Studienkredit zurückzahlen muss, ist die finanzielle Belastung mit einem Einsteigergehalt enorm. Da macht es eine ganze Menge aus, wenn wir alle anfallenden Kosten durch vier teilen können und ich auf diese Weise Geld einsparen kann. Zusammen mit einigen Spartricks macht das schon eine ganz schöne Summe aus. Das Geld, das ich durch die WG monatlich spare, lege ich derzeit in einem Direkt-Sparplan an. Für mich ist das eine sehr gute Möglichkeit, als Berufseinsteiger Geld risikofrei anzulegen.

Win-win Wohnsituation.

Eine Berufstätigen-WG ist eine wunderbare Alternative zur eigenen Wohnung, von der alle Beteiligten profitieren können. Abgesehen davon, dass sich das gemeinsame Tragen aller Kosten positiv auf den eigenen Geldbeutel auswirkt, ist man als Berufsanfänger in einer neuen Stadt direkt in Gesellschaft, fühlt sich womöglich besser aufgehoben und findet schneller Anschluss. Vielleicht hat man, in welcher beruflichen Phase auch immer, schlicht keine Lust allein zu wohnen, weil der Feierabend gemeinsam einfach schöner ist. Und nicht zuletzt ist mit mehreren Gehältern mehr Luxus möglich, den man sich sonst nicht erlauben könnte. Damit ist die Berufstätigen-WG eine tolle Form des Zusammenlebens, die Gemeinschaft und Freiheit zugleich bietet.


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