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Börse für Einsteiger:
Lernen Sie Bulle und Bär kennen


06. September 2018 

Das Auf und Ab der Börse, repräsentiert durch Bulle und Bär: Der Bulle stößt mit seinen Hörnern die Kurswerte nach oben, der Bär schlägt sie mit der Pranke nieder. Wäre eine Bekanntschaft mit den beiden Sinnbildern des Marktgeschehens nicht auch etwas für Sie? Dann lesen Sie hier, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, um Ihre ersten Schritte an der Börse machen zu können.

 

Besuch auf dem Markt mit Verrechnungskonto und Depot.

Für Ihre erste Begegnung mit Bulle und Bär stellen wir Ihnen die Börse und die wichtigsten Werkzeuge für den Wertpapierhandel vor. Dazu besuchen wir gemeinsam den Wochenmarkt, denn die Börse gleicht einem belebten Marktplatz: Es gibt Stände mit mehr und mit weniger Besuchern. An besonders gefragten Ständen tummeln sich viele Menschen, weil es dort ein begehrtes Angebot gibt. Käufer und Verkäufer verhandeln dann über ein Geschäft. Deshalb bezeichnet man die Börse auch als Punktmarkt, weil Angebot und Nachfrage unmittelbar aufeinandertreffen.

Geeinigt wird sich über Preis und Menge. „Ein Kilo Tomaten – nur 5 Euro!“; „Ich nehme 3 Kilo.“; „Verkauft.“ Oder eben auf dem Börsenparkett: „Ich möchte 100 Aktien für 12 Euro das Stück kaufen.“; „Ich verkaufe 100 Aktien für 12,10 Euro das Stück.“; „Gekauft!“.

Die Börse ist also ein Marktplatz, an dem es um große Summen geht. Und wenn Sie einen solchen Börsenmarktplatz besuchen, benötigen Sie zwei Dinge: Ihr Portemonnaie und einen Einkaufskorb. An der Börse nutzen Sie ein Verrechnungskonto – auch Orderkonto genannt – als Brieftasche. Mit dem Guthaben auf diesem Konto können Sie Wertpapiere kaufen. Die erstandenen Wertpapiere landen dann in Ihrem virtuellen Einkaufskorb – dem Depot.

Futter für den Bullen: Wie funktioniert das Verrechnungskonto?

Das Verrechnungskonto ermöglicht Ihnen das Handeln an der Börse. Dafür müssen Sie Guthaben von Ihrem Referenzkonto – meist ein Girokonto – auf das Verrechnungskonto überweisen. Mit diesem Guthaben kaufen Sie dann Wertpapiere. Geld, das Sie durch den Verkauf von Wertpapieren erhalten, wird Ihnen auf Ihr Verrechnungskonto gutgeschrieben. Mit diesem Guthaben können Sie dann weiter mit Wertpapieren handeln oder Sie verfügen über das Geld, indem Sie es sich auf Ihr Referenzkonto überweisen.

Warum die Trennung von Verrechnungs- und Referenzkonto? Ganz einfach: Sie trennen Geld, mit dem Sie den Bullen füttern – das Sie also an der Börse investieren –, von Ihren laufenden Einnahmen und Ausgaben. So behalten Sie einen besseren Überblick über Ihre Finanzen. Im besten Fall wird das Guthaben auf Ihrem Verrechnungskonto sogar verzinst.

Zähmen Sie die Börse: Wie funktioniert das Depot?

Während Bulle und Bär das Börsengeschehen mit ihrem endlosen Kampf auf Trab halten, warten Anleger auf die passende Gelegenheit für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

Doch um überhaupt erstmal Anleger zu werden, müssen Sie ein Depot bei der Bank Ihrer Wahl eröffnen. Dazu müssen Sie bei Ihrer Bank einen kurzen Fragebogen zu Einkommen, Vermögen und Kenntnissen an der Börse ausfüllen. Damit will der Gesetzgeber sicherstellen, dass Anleger keine unbekannten Risiken eingehen.

Haben Sie noch wenig Erfahrung an der Börse, bietet die Bank Ihnen Hilfestellungen von Informationsbroschüren bis zur persönlichen Beratung an – ganz wie Sie mögen.

 

Sind Sie nun soweit und kaufen Anleihen oder andere Wertpapiere, werden diese auf Ihrem Depot verbucht. Ab diesem Zeitpunkt können Sie sowohl den Einstandskurs, also den Kurs, zu dem Sie die einzelnen Aktien jeweils gekauft haben, als auch die aktuellen Kurswerte einsehen.

Gut zu wissen: Je geringer die Klasse, desto geringeren Schwankungen unterlag der Kurswert in der Vergangenheit. Aber Achtung: Das kann sich jederzeit ändern. Auch Wertpapiere mit der niedrigsten Risikoklasse, sind keine völlig risikolose Anlage. Tätigen Sie eine erste Transaktion mit einem Wertpapier einer höheren Risikoklasse, weist Sie das System darauf hin. So zähmen Sie die Risiken der Börse.

Unterhaltskosten nicht vergessen: Die Gebühren.

Ob Depot und Verrechnungskonto etwas kosten und wenn ja wieviel, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Einige Banken erheben Gebühren, andere verzichten darauf, wenn Sie gleichzeitig ein Girokonto bei dieser Bank führen oder das Depot aktiv nutzen. Der Hintergrund: Für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren müssen Sie als Aktionär ohnehin bereits Gebühren zahlen. Wie hoch diese so genannten Transaktionskosten sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Erkundigen Sie sich dazu am besten bei Ihrer Bank.

Stelldichein mit dem Bullen: Geld an der Börse investieren.

Sie möchten an der Börse Geld anlegen? Dann geben wir Ihnen ein paar grundsätzliche Tipps für einen möglichst erfolgreichen Ritt auf dem Bullen:

  1. Beschäftigen Sie sich außerdem umfassend mit den Risiken bei Börsengeschäften und setzen Sie Ihr Kapital gewissenhaft ein.
  2. Investieren Sie nur Geld, auf das Sie (kurzfristig) nicht angewiesen sind. Ein Notgroschen für spontane Anschaffungen sollte immer vorhanden sein – denn die neue Waschmaschine kann vermutlich nicht auf einen guten Börsenkurs warten.
  3. Legen Sie Ihr Geld ausreichend lange an. Mindestens drei bis fünf Jahre. Generell gilt: Je länger Sie investieren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, eine positive Rendite zu erzielen.

 

Wenn Sie sich mit dem Wertpapierhandel noch nicht sicher sind, können Sie diese drei Ratschläge zunächst auch probehalber anwenden: Beobachten Sie den Markt eine Weile und verfolgen Sie, wie sich die Wertpapiere, die Sie gerne kaufen möchten, entwickeln. Legen Sie vielleicht sogar ein Musterdepot an und überprüfen Sie, ob Sie der Bulle abgeworfen hätte, wenn Sie so wie geplant spekuliert hätten.

Gut festhalten: Einmalanlagen versus Sparpläne.

Sie haben sich gut informiert und am Ende für den Wertpapierhandel entschieden? Dann bleibt die Frage: Wollen Sie einmalig investieren oder gezielt sparen? Wie gehen Sie zum Beispiel vor, wenn Sie für einen Urlaub Geld zurücklegen? Bringen Sie lieber größere Summen von Geburtstagsgeschenken und ähnlichem zur Bank oder legen Sie jeden Monat einen kleinen Geldbetrag zur Seite? Genau die Wahl haben Sie an der Börse auch:

Bei einer Einmalanlage kaufen Sie – wie es der Name schon sagt – einmal für einen größeren Betrag Wertpapiere. Bei einem Wertpapiersparplan investieren Sie hingegen jeden Monat kleinere Sparbeträge in Wertpapiere.

Und wie funktionieren Wertpapiersparpläne genau? Um diese Frage zu beantworten, blicken wir zunächst wieder auf den Wochenmarkt: Dort schwanken die Gemüsepreise – zum Beispiel aufgrund der Saison oder des Ernteertrags. Deshalb sind die Preise manchmal höher und manchmal niedriger. An der Börse ist das auch so: Die Kurse gehen auf und ab.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein Budget von 50 Euro pro Woche für Ihren Gemüseeinkauf. Sind die Preise gerade hoch, ist Ihr Einkaufskorb relativ leer. Sind die Preise niedrig, ist der Korb dagegen randvoll.

So in etwa funktionieren Wertpapier-Sparpläne. Hier ein vereinfachtes Beispiel: Angenommen, Sie investieren monatlich 50 Euro in ein Wertpapier. Kostet dieses Wertpapier in einem Monat 5 Euro, kaufen Sie 10 Stück. Steigt der Preis im nächsten Monat auf 10 Euro, bekommen Sie für Ihre investierten 50 Euro nur 5 Stück. Fällt der Preis hingegen auf 2,50 Euro, landen 20 Stück in Ihrem Depot. Der Unterschied zum Wochenmarkt: Bei jedem Wertpapierkauf entstehen Transaktionsgebühren. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen. Fragen Sie dazu am besten Ihren Bankberater.

Sicher im Sattel: Investitionen breit streuen.

Jetzt aber zurück zum Wochenmarkt-Szenario: Wenn Sie am Tag nach Ihrem Einkauf auf dem Wochenmarkt bemerken, dass die gekauften Pflaumen bereits faul werden, ist das natürlich ärgerlich. Haben Sie aber noch anderes Obst gekauft, können Sie trotzdem noch einen Obstkuchen backen. Und an der Börse ist es ähnlich: Sie investieren am besten in unterschiedliche Wertpapiere, um das Risiko zu verringern. Entwickelt sich ein Wertpapier dann nicht wie erwartet, können im besten Fall andere den Verlust auffangen.

Übrigens: Genau nach diesem Prinzip funktionieren Fonds. Wer in einem Fonds Geld anlegt, investiert gleichzeitig in eine Vielzahl an Wertpapieren und Investments – zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Immobilien. Dafür entstehen in der Regel zusätzliche Kosten durch Fondsverwaltungskosten und Ausgabeaufschläge.

Endlich bereit, um mit Bulle und Bär zu tanzen!

Auch wenn das Prinzip der Börse kein Geheimnis ist, eine Erfolgsgarantie für den Wertpapierhandel gibt es nicht. Der Bulle nimmt den Bären plötzlich auf die Hörner oder der Bär landet einen überraschenden Schlag mit seiner Pranke – die Kurse steigen und fallen oft unerwartet. Wer sich auf einen Tanz mit den beiden auf dem Börsenparkett einlässt, kann verlieren. Gehen Sie aber geschickt vor und streuen Sie Ihre Investitionen langfristig und breit, dann winkt im besten Fall auch die Chance auf eine gute Rendite.


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