ÜBER 600 KOLLISIONEN PRO TAG

WILDUNFÄLLE SIND EIN STARK UNTERSCHÄTZTES PHÄNOMEN


Saftige Triebe, aromatische Kräuter, zartes Gras – für Rehe und Hirsche ist der Bewuchs am Straßenrand ein Gaumenschmaus. Insbesondere in der Abend- und Morgendämmerung zieht es die Tiere in die Nähe von Fahrbahnen. Und dort endet ihr Streifzug oft tödlich, im Zusammenprall mit einem Kraftfahrzeug.

Aber auch die Fahrer kommen nicht immer glimpflich davon. 2014 verunglückten laut dem Statistischen Bundesamt 2.842 Personen aufgrund von Wildunfällen. Das sind knapp 200 mehr als im Vorjahr. Insgesamt kam es laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, GDV, 2014 zu 238.000 Wildunfällen, das sind etwa 650 pro Tag. Damit ist die Anzahl der Wildunfälle im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die dabei entstandenen Sachschäden sind allerdings um zwei Prozent auf 575 Millionen Euro angewachsen. Pro Wildschaden mussten die Versicherer übrigens im Durchschnitt etwas mehr als 2.400 Euro an Materialkosten aufbringen.

"Wenn du bei 100 auf einer vier, fünf Meter breiten Straße ausweichst, dann geht das schief."

Im Zweifel draufhalten

Tatsächlich ist es bei der Kollision mit einem Reh oder Hirsch schnell vorbei mit jeder langbeinigen Eleganz: Bei Tempo 60 schlägt ein Rothirsch laut ADAC mit dem Gewicht eines Elefanten auf die Motorhaube. Auch das zierlichere Reh wird mit einer Aufprallenergie von zweieinhalb Tonnen energetisch zum Nashorn. Keine schöne Vorstellung.

Was rät der Jäger Bernd-Dietmar Tramburg, wenn es eben doch passiert? „Dann gilt: Lenker gerade und draufhalten. Bei einem Tier von 50 Kilo ist das so, als ob du gegen einen Stein fährst. Wenn du bei 100 auf einer vier, fünf Meter breiten Straße ausweichst, dann geht das schief. Anschließend: Polizei benachrichtigen. Es entsteht ja fast immer ein Fahrzeugschaden, der sollte zumindest aufgenommen werden. Die Polizei ruft den Förster oder Jagdpächter, der sich notfalls um das verletzte Tier kümmert. Ich würde keinem raten, einem angefahrenen Wildschwein nachzugehen!“

Die Tipps der Polizei Rheinland-Pfalz

Wild kennt keine Verkehrsregeln

„Es ist einfach so“, erklärt der Waidmann, „Wild kennt keine Vorschriften, die laufen lang, wo es ihnen in den Kopf kommt. Es hilft also nur, in der Dämmerung und in der Nacht die Geschwindigkeit zu drosseln, Abstand zum Vordermann zu halten und aufmerksam zu sein – besonders an den Stellen, wo es bekanntermaßen zum Wildwechsel kommt.“

Während einiger Monate des Jahres ist eine Extraportion Vorsicht geboten: Wildunfälle häufen sich im Herbst, wenn der gegenüber gelegene Wald mehr Deckung und Nahrhaftes bietet als die abgeernteten Felder diesseits der Autobahn. Dazu kommt, wie Bernd-Dietmar Tramburg erklärt, „im September, Oktober ist Brunft, also die Zeit, wenn die Hirsche sich wieder um die Frauen kümmern. Da kann es schon passieren, dass ein Tier unvermittelt auf die Straße tritt.“

Auch die Zeitumstellung im Frühjahr ist gefährlich: Den Tieren ist die Uhrzeit gehupft wie gesprungen, sie äsen in der Morgendämmerung. Wenn gerade dann Berufspendler unterwegs sind, die sich noch den Schlaf aus den Augen reiben, kommt es vermehrt zum großen Knall. Für die betroffenen Fahrer, so der ADAC, gehen Wildunfälle verhältnismäßig glimpflich aus: Verstärkte Fahrgastzellen und Airbags verhindern oft das Schlimmste. Der Schaden am Auto aber ist meist beträchtlich.

Darauf, dass Elchtests nur auf den Prüfstrecken der Autohersteller und unter strenger Aufsicht stattfinden, ist heutzutage auch kein Verlass mehr: Im September 2011 bezahlte ein Elch seine Überquerung der A10 bei Berlin mit dem Leben. Der betroffene Autofahrer kam mit Verletzungen davon. Die eigene Kfz-Versicherung daraufhin abzuklopfen, inwieweit Schäden durch Wildunfälle abgedeckt sind, lohnt sich also allemal.

Versicherung nach dem Baukastenprinzip

Die Volkswagen AutoVersicherung1 ist so entwickelt, dass sie Ihren individuellen Ansprüchen gerecht wird. Denn sie ist genauso zuverlässig, wie Sie es von Ihrem Volkswagen gewohnt sind – und sie bietet Ihnen größtmögliche Flexibilität. Das Modul KaskoTierschaden ist dabei nur eines von drei Modulen, die es Ihnen ermöglichen, Ihre Volkswagen Autoversicherung individuell zu gestalten.

1 Ein Angebot der Volkswagen Autoversicherung AG, vermittelt durch den Volkswagen VersicherungsService, Zweigniederlassung der Volkswagen Versicherungsdienst GmbH, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig. Versicherungsleistungen gemäß Bedingungen der Volkswagen Autoversicherung AG, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig. Gültig für Privatkunden und gewerbliche Einzelabnehmer, die einen Pkw zulassen.


Header: © plainpicture/Kniel Synnatzschke; Bild links: © plainpicture/Mira

Ihr Browser scheint veraltet zu sein!

Für eine problemlose Darstellung dieser Seite und eine Erhöhung der
Sicherheit Ihres Systems verwenden Sie bitte einen aktuellen Browser.