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Privatwagen oder Firmenwagen

Was Sie als Arbeitnehmer für die Steuer wissen müssen


09.02.2018

Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber ein Auto stellt, haben Sie den Hauptgewinn gemacht – oder? Welche Vorteile und Nachteile es hat, einen Firmenwagen zu nutzen, und wann der Einsatz des Privatwagens für berufliche Zwecke vielleicht sinnvoller ist, erfahren Sie hier.

Die Steuer lässt grüßen

Wenn Sie Ihren Firmenwagen für private Aktivitäten nutzen dürfen, entsteht ein sogenannter geldwerter Vorteil. Das bedeutet, dass Sie Ihre privaten Kosten senken und Geld sparen. Diese Ersparnis muss, da sie vor der Steuer ähnlich wie Lohn betrachtet wird, versteuert werden. Hier ein paar Tipps, wie Sie trotz dieser Extrabesteuerung Ihren Firmenwagen smart und gesetzeskonform nutzen können.

Wieviel Privatwagen darf im Firmenwagen stecken?

Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn Sie wissen wollen, wie viel Sie Ihr Firmenwagen im Monat privat steuerlich kostet, müssen Sie zuerst den Bruttolistenpreis Ihres Autos herausfinden. Dieser Preis ist die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Ein Prozent dieses Preises müssen Sie monatlich versteuern, wenn Sie das Auto privat nutzen. Wenn der Bruttolistenpreis also 25.000 Euro beträgt, dann werden für Ihre private Nutzung 250 Euro pro Monat veranschlagt. Beachten Sie aber, dass Sonderausstattungen im regulären Bruttolistenpreis nicht berücksichtigt werden und gegebenenfalls den Listenpreis erhöhen können.

Ausgenommen von dieser Regelung sind die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Hierfür werden pauschal 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises pro Kilometer Entfernung zur Dienststelle angesetzt. Beträgt die Entfernung zu Ihrer Dienststelle beispielsweise 50 Kilometer, dann sind das monatlich 375 Euro.

Der geldwerte Vorteil wären hier also 250 Euro + 375 Euro im Monat. Und auf diese Summe von 625 Euro werden jeden Monat Einkommenssteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer angerechnet. Das gilt natürlich nur, wenn Sie so Ihren jährlichen Steuerfreibetrag übersteigen.

Achtung: Wenn Sie durch den geldwerten Vorteil Ihres Firmenwagens die Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherung überschreiten, müssen Sie hier ebenfalls mit höheren Versicherungsbeiträgen rechnen.

Kilometerpauschale auch bei Firmenwagen

Dass so viele Steuern auf Sie zukommen, klingt erstmal nicht so gut! Aber keine Sorge, denn schließlich gibt es eine Kilometerpauschale, die Sie zur Erleichterung der so entstehenden Steuerlast nutzen können. Und die ist bei 30 Cent pro Entfernungskilometer zum Arbeitsplatz pro Arbeitstag gar nicht mal so gering. Sagen wir, Sie rechnen 220 Tage im Jahr die 50 Kilometer Entfernung zu Ihrem Arbeitsplatz an, dann können Sie satte 3300 Euro als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung absetzen. Das senkt Ihre Steuer natürlich erheblich, aber dafür müssen Sie Ihre Arbeitstage nachweisen – am besten mit Ihren Lohn- bzw. Gehaltsbescheinigungen.

Das Fahrtenbuch im Firmenwagen

Eine andere Methode ist das Fahrtenbuch. Hier notieren Sie ganz penibel, wann und zu welchem Zweck Sie mit dem Firmenwagen fahren. Das lohnt sich besonders, wenn Ihr Firmenwagen einen hohen Bruttolistenpreis besitzt und Sie ihn selten privat nutzen. Dann fällt die 1-Prozent-Regelung nämlich weg und es werden die genauen Anteile für das ganze Jahr berechnet. Je weniger Sie also privat fahren, desto weniger Steuern bedeutet das für Sie!

Tipp: In unserem Erklärvideo aus der „Eigentlich einfach“-Serie werden die Methoden „Fahrtenbuch“ und „1-%-Regel“ von einem Experten erklärt.

Das eigene Auto für Firmenzwecke nutzen

Ein kleiner Exkurs für alle Unternehmer und Selbständigen: Nutzen Sie in diesem Arbeitsverhältnis Ihr Auto für Firmenzwecke, dann können Sie bei einer Nutzung ab 10 bis 50 Prozent betrieblicher Nutzung selbst entscheiden, ob Sie ihren PKW dem Betrieb zuordnen wollen. In diesem Falle bezahlt der Betrieb Steuern und Versicherung. Sollten Sie sich dagegen entscheiden, Ihren PKW als Betriebsvermögen zu deklarieren, können Sie auch hier wieder 30 Cent pro Kilometer Entfernung zum Arbeitsplatz pro Arbeitstag von Ihrer Steuer abziehen.

Ab 50 Prozent Nutzung für den Betrieb gilt Ihr Pkw als notwendiges Betriebsvermögen und muss steuerlich über Ihren Betrieb abgerechnet werden.  

Firmenwagen vs. Privatwagen – wer gewinnt das Rennen?

Ein Firmenwagen ist ein schönes Plus. Vor allem wenn der Arbeitgeber nicht nur an diese Prämie (oder notwendiges Arbeitsmittel) für seine Arbeitnehmer denkt, sondern auch an die steuerlichen Mühen, die damit einhergehen. Wenn der Firmenwagen selten privat genutzt wird, dann müssen Sie auch nicht so viel Steuern bezahlen, sobald Sie ein Fahrtenbuch führen. Die 1-%-Regel lohnt sich besonders dann, wenn der Listenpreis ihres Dienstwagens gering ist, weil damit auch die Steuerlast prozentual gering bleibt.

Aber auch wenn Sie Ihren Firmenwagen häufig privat nutzen, gibt es viele Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken. Und wenn man dafür mit einem besseren Auto als dem eigenen unterwegs ist, lohnt sich das Ganze allemal.

 


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