Führerschein mit 17 – Das müssen Fahranfänger und Eltern wissen

Was ist beim Führerschein mit 17 anders? Wie spare ich das Geld für die Fahrschule? Und wer haftet bei einem Unfall?


Ein 17-Jähriger am Steuer? Ist das nicht viel zu gefährlich?

Im Gegenteil! 2004 führte Niedersachsen einen Modellversuch durch, bei dem 17-Jährige in Begleitung eines Erwachsenen ans Steuer durften. Das Ergebnis: 40 Prozent weniger selbst verschuldete Unfälle und 60 Prozent weniger Bußgelder als bei "normalen" Fahranfängern. Die Folge: die bundesweite Einführung des "Begleiteten Fahrens" (BF 17) im Januar 2011. Seitdem dürfen 17-Jährige in Deutschland einen Führerschein besitzen.

Mit 16 1⁄2 Jahren geht es mit der Fahrschule los. Nach der Prüfung werden die
Fahranfänger am Steuer ein Jahr lang von Begleitpersonen gecoacht.

Ab wann darf man für den Führerschein mit 17 in die Fahrschule und was ist danach anders?

Mit 16 ½ Jahren darf man in der Fahrschule starten – sofern das Einverständnis der Eltern vorliegt. Parallel dazu muss ein Antrag bei der Fahrerlaubnisbehörde des jeweiligen Wohnortes gestellt werden. Ist die Bewilligung erteilt, durchläuft der Schüler die normale Ausbildung in der Fahrschule. Nach bestandener Prüfung und dem 17. Geburtstag hilft das "begleitete Fahren" Fahranfängern, Praxiserfahrungen zu sammeln. Bis zum 18. Geburtstag dürfen sie allerdings nur in Begleitung eines erfahrenen Autofahrers ans Steuer. Übrigens: Bei BF 17 fährt man erst einmal mit einer "Prüfungsbescheinigung", den Kartenführerschein gibt es erst mit 18.


Wer darf Begleitperson für Fahranfänger werden?

Jeder, der mindestens 30 Jahre alt ist, seit mindestens fünf Jahren einen Führerschein hat und nicht mehr als einen Punkt in Flensburg kassiert hat. Die Begleitpersonen müssen beim Führerscheinantrag festgelegt und von den Eltern abgesegnet werden. Wie viele Begleitpersonen ein Fahranfänger in seine Prüfungsbescheinigung eintragen lässt und in welchem Verhältnis sie zu ihm stehen, ist egal. Tipp: Der TÜV Nord empfiehlt zum Einstieg ein Einweisungsseminar für den Fahranfänger und seine Begleiter.

 

Ist der Führerschein mit 17 teurer als mit 18?

Geringfügig. Die Kosten für Fahrschule und Prüfung sind nicht höher als beim Führerschein mit 18. Hinzu kommen jedoch Gebühren von 1,50 bis 10 Euro für die Überprüfung jeder Begleitperson, 3,30 Euro für den Eintrag jeder Begleitperson sowie 7,70 Euro für die Ausfertigung der Prüfungsbescheinigung und ggf. eine Bearbeitungsgebühr. Die Höhe dieser Zusatzkosten ist regional unterschiedlich. Infos dazu finden sich auf den Internetseiten der Führerscheinstellen. Beispiel Bayern: Bei zwei eingetragenen Begleitpersonen entstehen hier 34,80 Euro an zusätzlichen Kosten.

Wie spart man die Kosten für den Führerschein mit 17 zusammen?

Ob in Eigenregie oder mithilfe von Paten und Familie: Wer mit 17 das Steuer in der Hand halten möchte, sollte sich frühzeitig eine "Finanz-Strategie" zurechtlegen. Auf das "Plus Konto" der Volkswagen Bank GmbH können nicht nur die Führerscheinanwärter selbst, sondern auch Verwandte und Bekannte regelmäßige Finanzspritzen überweisen. Perfekt: Es gibt keine Kontoführungsgebühren und das Geld steht für die Zahlungen der Fahrstunden, Prüfungsgebühren etc. jederzeit zur freien Verfügung.


Wer haftet beim Führerschein mit 17 bei einem Unfall?

Kommt es zu einem selbst verschuldeten Unfall, haftet der minderjährige Fahranfänger genau wie jeder volljährige Fahrer auch. Die Begleitperson kann selbst für falsche Ratschläge nicht haftbar gemacht werden und darf selbst bei drohender Gefahr nicht aktiv eingreifen.

Ruckzuck zum eigenen Auto

Der Führerschein ist in der Tasche und jetzt fehlt nur noch eins: ein eigenes Auto. Das Programm "Junge Fahrer" von Volkswagen unterstützt beim ersten Autokauf – und zwar alle, deren Führerschein nicht älter als 24 Monate ist. So werden Fahranfänger ruckzuck mobil!

Führerschein: So sieht der Führerschein mit 17 aus: Die sogenannte "Prüfungsbescheinigung" wird ab dem
18. Geburtstag vom normalen Kartenführerschein abgelöst.


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