Kann ich mir ein Haus wirklich leisten?

In Zeiten niedriger Zinsen denken viele über einen Hauskauf oder Hausbau nach. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Immobilienfinanzierung.


Die Mehrheit der Deutschen bevorzugt beim Hausbau individuelle Lösungen. Quelle: Statista/BHW

 

Überall hört man von niedrigen Zinsen. Ist jetzt wirklich eine gute Zeit für eine Immobilienfinanzierung?

Dank des historisch niedrigen Zinsniveaus (Stand: Juni 2015) freuen sich Kunden über vergleichsweise günstige Konditionen bei der Immobilienfinanzierung. Der Haken: Mit den niedrigen Bauzinsen steigt die Nachfrage nach Eigenheimen und damit mancherorts der Preis für einen Hauskauf oder Hausbau.

1,15 Millionen Deutsche gaben 2014 in einer Umfrage des Institut für Demoskopie Allensbach an, in den nächsten ein bis zwei Jahren ein Haus bauen zu wollen.

Was passiert, wenn die Zinsen wieder steigen?

Bei einer Baufinanzierung wird zu Beginn eine sogenannte Zinsbindung festgelegt, in dieser Zeit verändert sich der vereinbarte Zinssatz nicht. In der Regel gilt: Je kürzer die Zinsbindung, desto niedriger ist der Zinssatz. Aber: Auch bei langfristigen Finanzierungen profitieren Kunden aktuell von niedrigen Zinsen (Stand: Juni 2015).

Soll ich lieber ein Haus kaufen oder ein Haus bauen?

Preisliche Unterschiede gibt es zurzeit kaum, der Markt für fertige Immobilien ist überschaubar (Stand: Juni 2015). Wer sich selbst verwirklich will, fährt mit einem Hausbau besser – es sei denn, das Traumhaus steht tatsächlich schon da.

Welches Haus kann ich mir überhaupt leisten?

Das kommt darauf an, wie hoch ihr Eigenkapital ist. Als Faustregel gilt: Zehn bis 15 Prozent des Kaufpreises sowie Nebenkosten und Makler sollte man aus eigener Tasche zahlen. Natürlich können Baufinanzierungen auch mit weniger Eigenkapital realisiert werden, jedoch gilt zu beachten: Je mehr Eigenkapital Sie haben, desto positiver wirkt sich dies auf den Zinssatz für Ihre Baufinanzierung aus.

Im wirtschaftsstarken Süden ist Bauen am teuersten. Schnäppchen können vor allem in den neuen Bundesländern gemacht werden.

Wäre es nicht schlau, die Tilgungsrate extrem hoch anzusetzen, damit das Haus schnell abbezahlt ist?

Theoretisch ja. Praktisch sollten Sie bedenken, dass sich dies auf Ihre monatliche Rate auswirkt und Sie immer noch im Hier und Jetzt leben. Mangelnde Lebensqualität führt schnell zu Frust. Oder wollen Sie wegen der Baufinanzierung auf absehbare Zeit komplett auf Urlaub und Essen gehen verzichten?

Unsere Empfehlung: Ihre monatliche Rate sollte die bisherige Nettokaltmiete plus etwaige Sparbeträge nicht übertreffen.

Und: Schaffen Sie sich immer einen kleinen Puffer, auf den Sie trotz der monatlichen Belastung zurückgreifen können – etwa wenn Sie eine neue Waschmaschine kaufen müssen, weil die alte den Geist aufgegeben hat.

Wann sollte mein Haus spätestens abbezahlt sein?

Spätestens bis zur Rente sollte man sein Haus abbezahlt haben, denn mit dem Austritt aus dem Berufsleben sinkt das monatliche Einkommen. Wer vergleichsweise spät gebaut hat, kann sich – falls vorhanden –eine Lebensversicherung oder andere Anlagen auszahlen lassen, um das Haus abzubezahlen.

Was passiert, wenn ich in Zahlungsnot gerate? Ist mein Haus dann weg?

Für Eventualitäten wie einen Jobverlust sollten Sie sich zunächst einmal unbedingt einen finanziellen Puffer schaffen und Ihren Haushalt nicht auf Kante nähen.
Wer seinen Job verliert oder aus anderen Gründen in Zahlungsnot gerät, sollte nicht die Nerven verlieren, sondern das offene Gespräch mit dem Kreditgeber suchen. Auch die Bank hat ein Interesse daran, das Geld zurückzubekommen – und wird gemeinsam mit Ihnen nach einer Lösung suchen.

Mit welchen Nebenkosten muss man bei der Baufinanzierung rechnen?

Das kommt darauf an, ob Sie kaufen oder bauen und wo Sie das machen. Beispiel Niedersachsen: Wer hier ein Haus samt Grundstück kauft, zahlt fünf Prozent Grunderwerbssteuer auf den Kaufpreis. Hinzu kommen zwei Prozent Notar- und Grundbuchkosten.
Bei Häuslebauern ist entscheidend, ob Grundstück und Haus getrennt voneinander oder als Kombiprodukt bezahlt werden. Bei der Solovariante zahlen Sie neben zwei Prozent Notar- und Grundbuchkosten auch hier fünf Prozent Grunderwerbssteuer, allerdings nur auf das Grundstück. Kaufen Sie beides zusammen, zahlen Sie die Grunderwerbssteuer auf den Gesamtkaufpreis für Haus und Grundstück. Notar- und Grundbuchkosten fallen auch hier an. Ist ein Makler beteiligt, wird dieser ebenfalls die Hand aufhalten.

Architektenhaus, Fertighaus oder Baugemeinschaft – welche Lösung ist für mich die richtige?

Das kommt natürlich auf Sie an. Individualisten, die sich selbst verwirklichen wollen, sollten dies gemeinsam mit ihrem Bauträger oder Bauunternehmer machen. Je spezieller ein Hausbau ist, desto komplexer ist natürlich die Realisierung. Wer bereit ist, Kompromisse einzugehen, könnte mit einem Fertighaus oder einer Baugemeinschaft durchaus glücklich werden.

Und warum soll ich mein Haus mit der Volkswagen Bank finanzieren?

Wer einen Hauskauf oder Hausbau finanzieren will, sollte sich Angebote zahlreicher Banken einholen. Die Volkswagen Bank GmbH arbeitet mit über 400 Kreditgebern zusammen. Aus diesem reichhaltigen Portfolio selektieren unsere Experten das für den Kunden passende Angebot. Die Hausbank wird in der Regel nur das eigene Angebot empfehlen und Sie sicherlich nicht zur Konkurrenz schicken.

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