Was war los im Finanzjahr 2016 – und wie könnte es weitergehen?

Unser Jahresrückblick und -ausblick für Sparer, Häuslebauer, Autofahrer und Urlauber.


Wir blicken zurück – und wagen einen ersten, vorsichtigen Blick in Richtung 2017. Gemeinsam mit den Experten der Volkswagen Bank haben wir die wesentlichen Finanz-Entwicklungen in 2016 zusammengefasst.

Zinsen: Wie war die Lage in 2016 – und was könnten potenzielle Kreditnehmer im kommenden Jahr erwarten?

2016 war ein gutes Jahr für Konsumenten und ein schwieriges für klassische Sparer. Denn während Kredite günstig zu haben waren, sah es mit den Zinsen auf dem Konto in der Regel eher mau aus. Der maßgebliche Grund dafür ist die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die am 10. März ihren Tiefpunkt erreichte. Erstmals in ihrer Geschichte senkte die EZB nämlich den Leitzins auf 0,00 %. Was das zur Folge hatte? Banken konnten sich bei der EZB Geld leihen, ohne dafür Zinsen bezahlen zu müssen. Damit verfolgte die EZB ein ganz klares Ziel: Wenn die Banken besonders günstig an Geld kommen, können sie auch Kredite zu besonders attraktiven Konditionen vergeben, was wiederum Privat- und Geschäftskunden dazu animiert, größere Investitionen zu tätigen. Dadurch sollte die Wirtschaft angekurbelt werden – vor allem in schwachen Volkswirtschaften wie Griechenland oder Spanien. Aktuell (Stand: 01.12.2016) gibt es keine Anzeichen dafür, dass die EZB von ihrer Marschroute abweicht und den Leitzins wieder erhöht. Die Leidtragenden sind im Umkehrschluss die Sparer, auf deren Sparkonten sich die Niedrigzinspolitik sofort bemerkbar macht. Wie Sie trotz der aktuellen Zinssituation künftig profitieren können? Das unabhängige Verbraucherportal Finanztip empfiehlt beispielsweise das Tagesgeldkonto der Volkswagen Bank. Hier können Sie sich eine Verzinsung von 1,10 % p.a. für die ersten vier Monate sichern (Stand: 13.12.2016).1 

Immobilien: Warum 2016 ein Jahr der Bestkonditionen war – und wie sich die Preise 2017 entwickeln könnten.

Zwei Faktoren bestimmen maßgeblich die Kosten einer Immobilienfinanzierung: die Zinsen für den Kredit und der Preis für das Haus oder die Wohnung an sich.

Schaut man sich die Entwicklungen der Bauzinsen an, so ist auch hier die oben beschriebene Niedrigzinspolitik erkennbar. Die Zinsentwicklung des Baufinanzierers Interhyp, mit dem auch die Volkswagen Bank zusammenarbeitet, wies am 12. September erstmals weniger als 1 % für eine Kreditlaufzeit von fünf Jahren aus. Für Häuslebauer hat sich ein Immobiliendarlehen 2016 also durchaus gelohnt. Allerdings bringt die Niedrigzinspolitik auch eine andere Tendenz für den Immobilienmarkt zum Vorschein: Da so die Nachfrage an Wohneigentum exorbitant angestiegen ist, schießen die Kaufpreise für Immobilien immer weiter in die Höhe.
Übrigens: Spitzenreiter der teuersten Städte für Eigentumswohnungen war und ist München mit einem durchschnittlichen Preis von 5.720 Euro pro Quadratmeter. Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass sich an dem Trend der steigenden Immobilienpreise etwas ändert (Stand: 01.12.2016).

Spritpreise: Gute Laune an der Tankstelle – könnte das auch 2017 noch der Fall sein?

Der Tank leer, die Fahrt zur nächsten Tankstelle nicht zu umgehen? Ein Szenario, das deutschen Autofahrern 2016 gute Laune bereitet haben dürfte: Der durchschnittliche Preis für einen Liter Super lag laut Statistischem Bundesamt bei 1,29 Euro, Diesel kostete 1,06 Euro. So günstig war Tanken zuletzt im Jahr 2009. Doch wodurch wurde diese Talfahrt der Spritpreise bei uns verursacht?

In 2016 gab es schlicht eine Überversorgung des Marktes, die auch durch Fracking – eine besondere Form der Rohölförderung – unterstützt wurde. Als Folge dessen haben sich die OPEC-Staaten – Nationen, die zur Organisation erdölexportierenden Länder gehören – 2016 auf eine Regulierung der Fördermengen geeinigt. Am 01.12.2016 wurde auf einem Meeting der Staaten in Wien beschlossen, dass in den kommenden sechs Monaten 1,2 Millionen Barrel täglich weniger gefördert wird. Auch 11 Nicht-OPEC-Länder darunter Russland, Mexiko, Aserbaidschan, Oman oder Sudan, wollen sich anschließen. Doch haben die Autofahrer trotz dieser Beschlüsse auch im nächsten Jahr wieder gut Lachen? Eher nicht, sagen die Experten Stefan und Tobias. Für 2017 sollte man sich wieder auf höhere Preise einstellen. Verzweifeln muss jedoch keiner: Ein kleiner Tipp von den Spritpreis-Experten der Volkswagen Bank: Morgens und spät abends, wenn kleinere Tankstellen geschlossen waren, sind die Preise in 2016 in der Regel am höchsten gewesen. Tiefpreise konnten unsere Experten gegen 19 Uhr beobachten. Also lieber nach dem Feierabend zur Tankstelle fahren und ein paar Cent pro Liter sparen!

Währungen: Wo war Urlaub günstig, wo teuer, wie sieht’s 2017 aus?

Immer von einem Trip ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten geträumt? Wer in den vergangenen zwölf Monaten die USA besucht hat, wird festgestellt haben, dass der Urlaub in 2016 kein Schnäppchen gewesen ist. Seitdem hat sich das Euro-Dollar-Verhältnis kaum verändert. Börsenprofis nennen das eine „Seitwärtsbewegung“ einer Währung. Über das ganze Jahr gesehen, bekamen Urlauber für einen Euro nur 1,10 US-Dollar. Zum Vergleich: 2013 und 2014 dotierte der Euro zeitweise bei über 1,30 US-Dollar. Wie sich die Währungskurse 2017 entwickeln werden, ist aktuell noch nicht absehbar. Fakt ist, dass auch die Entscheidungen der neuen US-Regierung hier eine wesentliche Rolle spielen werden.

Doch mussten die Deutschen im vergangenen Jahr überall tiefer in die Tasche greifen? Nein, denn in Ländern wie der Türkei und Ägypten sprang deutlich mehr für das Geld heraus, weil der Euro wesentlich stärker war als die dortigen Währungen. Wer vor seiner Reiseplanung vergleichen möchte, wie hoch die Kosten für Dinge des täglichen Bedarfs in den jeweiligen Reiseländern sind, kann das übrigens sehr einfach am sogenannten Big-Mac-Index des „Economist“ ablesen. Das Wirtschaftsmagazin listet regelmäßig auf, was der berühmte Burger umgerechnet in einem bestimmten Land kostet.


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  1. Für bis zu 100.000,- Euro für vier Monate ab Kontoeröffnung. Angebot einmalig und ausschließlich für Neukunden, die bisher kein Tagesgeldkonto (Plus Konto, Orderkonto oder Kreditkartenkonto) bei der Volkswagen Bank bzw. der Audi Bank unterhielten. Je Kunde kann nur ein Plus Konto TopZins eröffnet werden. Nach Ablauf des Aktionszeitraumes gelten für die gesamte Einlage die dann gültigen Plus Konto Zinsen. Der Standardzins liegt derzeit bei 0,30 %. Der Zinssatz ist variabel und abhängig von der Entwicklung auf den Geld- und Kapitalmärkten. Der Zinssatz für die über 100.000,- Euro hinausgehende Einlage ist variabel. Im Falle einer Zinsänderung wird der Zinssatz auch während des Aktionszeitraums entsprechend angepasst.

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