Fahrzeugleasing: Was ist das eigentlich?

Das sollten Sie wissen, wenn Sie ein Auto leasen möchten.


16.06.2017

Der ehemalige Volkswagen Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Carl Hahn, brachte vor über 50 Jahren die Idee, Fahrzeuge zu leasen aus den USA nach Deutschland. Zu seiner Zeit wurden die beliebten Volkswagen Modelle VW Käfer und der Bulli, der eigentlich T1 heißt, geleast. Mittlerweile können Kunden die verschiedensten Modelle nach ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen konfigurieren und für eine bestimmte Zeit leasen. Doch wie funktioniert das Leasing im Detail? Wir geben einen Überblick.

Was ist Fahrzeugleasing überhaupt?

Nur Nutzer, statt Eigentümer sein: Für alle, die mobil sein aber sich kein Auto kaufen möchten, kann die Variante des Fahrzeugleasings interessant sein. Doch wie funktioniert das? Einfach gesagt: Man mietet quasi ein Auto für einen mittel- bis langfristigen Zeitraum. Generell können sowohl Privatpersonen als auch Geschäftskunden Autos leasen. Man spricht in diesem Fall vom so genannten Privatkunden- beziehungsweise Geschäftskundenleasing.

Nehmen wir einmal an, dass Sie – als Privatperson – ein Auto leasen möchten. Dann gehen Sie ins Autohaus Ihres Vertrauens und schließen mit Ihrem Händler einen Leasingvertrag ab. In der Regel übernimmt er die Rolle des Vermittlers zwischen Ihnen und dem Leasinggeber, der faktisch der Eigentümer des geleasten Fahrzeugs bleibt. Sie als Leasingnehmer sind der Besitzer des Wagens und dürfen diesen für die im Vertrag vereinbarte Zeit gegen Zahlung einer monatlichen „Miete“ nutzen. Alle relevanten Informationen des Leasinggebers und -nehmers werden im Leasingvertrag festgehalten. Darüber hinaus vereinbart der Händler vertraglich mit Ihnen, wie lange Sie das Fahrzeug leasen, die Höhe der monatlichen Rate und wann diese fällig ist. In der Regel leasen Privatpersonen ein Fahrzeug zwischen 36 und 48 Monaten. Wie hoch die Leasingrate ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel den Anschaffungskosten des Fahrzeugs und der Vertragslaufzeit. Welche Kosten beim Leasing sonst noch auf Sie zukommen, erfahren Sie hier in einem eigenen Artikel.

Leasingarten: Welche Unterschiede gibt es?

Neben allen relevanten Informationen zum Auto selbst, wird im Leasingvertrag auch festgehalten, wie viele Kilometer Sie fahren dürfen oder wie hoch der geschätzte Restwert bei der Rückgabe des Autos ist. Das hängt von Ihrer Leasingart ab. Man unterscheidet dabei zwischen Kilometer- und Restwertleasing. Beim Kilometerleasing wird festgelegt, wie viele Kilometer Sie pro Jahr zurücklegen dürfen. Bei Privatpersonen sind das im Durchschnitt 15.000 Kilometer. Beim Restwertleasing, das bei der Volkswagen Leasing GmbH ausschließlich für Geschäftskunden möglich ist, wird bei Vertragsabschluss festgelegt, wie hoch der Restwert des Fahrzeugs sein muss, wenn es zurückgegeben wird. Dies wird dann beim Rückgabeprozess von einem Gutachter der DEKRA überprüft. Fährt man zu viele oder zu wenig vertraglich vereinbarte Kilometer, oder ist das Auto mehr beziehungsweise weniger Wert als veranschlagt, muss der Leasingnehmer in der Regel die Differenz bezahlen oder bekommt einen bestimmten Betrag erstattet. Wie sich die beiden Leasingarten noch unterscheiden, können Sie hier nachlesen. Übrigens haben Sie nicht nur die Möglichkeit, einen Neuwagen zu leasen. Sie können auch Gebrauchtwagen leasen. Was es genau mit dem Gebrauchtwagenleasing auf sich hat, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Wo unterscheidet sich das Fahrzeugleasing von der Autofinanzierung und wo nicht?

Ein Fahrzeug aussuchen und dafür eine monatliche Rate zahlen: Das klingt doch ganz nach einer Autofinanzierung? Nun, sowohl beim Fahrzeugleasing als auch bei einer Autofinanzierung wird ein monatlicher Betrag für eine bestimmte Zeit festgelegt. Soweit so gut. Doch gibt es einen großen Unterschied: Bei einem finanzierten Auto können Sie es, wenn Sie den Preis komplett abbezahlt haben, behalten – der Wagen geht also in Ihr Eigentum über. Beim Leasing zahlen Sie in der Regel nicht den kompletten Fahrzeugpreis, sondern nur eine festgelegte monatliche Rate – quasi die „Miete“ – für eine bestimmte Laufzeit. Am Ende der Leasinglaufzeit müssen Sie das Fahrzeug wieder an den Eigentümer zurückgeben. Beim PrivatLeasing der Volkswagen Leasing GmbH können Sie nach der Rückgabe des Leasingfahrzeugs direkt Ihr nächstes Wunschauto aussuchen und leasen. Eine gute Möglichkeit also, um immer eines der aktuellsten Fahrzeuge am Markt fahren zu können.

Die beiden Varianten haben aber auch Gemeinsamkeiten: Zum einen haben Sie in beiden Fällen die Möglichkeit, eine flexible Anzahlung - wobei man beim Leasing eher von einer Sonderzahlung spricht -  zu tätigen. Das ist eine einmalige Summe, die Sie am Anfang des Finanzierungs- beziehungsweise Leasingvertrags zahlen. So verringert sich Ihre Gesamtsumme und entsprechend auch Ihre monatliche Rate. Ob Sie eine Anzahlung tätigen oder nicht, sollten Sie individuell entscheiden. Fragen Sie sich, ob Sie lieber Ihre monatlichen Ausgaben geringhalten möchten, oder ob Sie gerade überhaupt über einen bestimmten Betrag an Geld verfügen, den Sie als Sonderzahlung tätigen könnten. Ihr Autohändler kann Sie bei dieser Entscheidung sicher beraten. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Konfiguration eines Neuwagens. Soundanlage, Lack oder Sitzheizung: Sie können Ihr Fahrzeug sowohl beim Neuwagenleasing als auch bei einer Fahrzeugfinanzierung ganz nach Ihren Bedürfnissen ausstatten.


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