Restwert – und Kilometerleasing: Das unterscheidet die beiden Modelle!

Restwert, Kilometerstand und Gebrauchsspuren: Worauf es bei den beiden Leasingarten ankommt, klären wir hier!


22.06.2017

Nutzer statt Eigentümer sein lautet für viele Menschen heutzutage die Devise – insbesondere beim Auto. Leasing heißt das Zauberwort, doch Leasing ist nicht gleich Leasing. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Restwert- und Kilometerleasing. Im Artikel erklärt uns Cinzia, Produktmanagerin fürs Leasing bei Volkswagen Financial Services, die wichtigsten Unterschiede.

Was unterscheidet Restwert- vom Kilometerleasing?

Der wesentliche Unterschied zwischen Kilometer- und Restwertleasing ist der Punkt, der nach Ende der Vertragslaufzeit entscheidet, ob man draufzahlen muss, Geld zurückbekommt oder bei einer runden Null landet.
Beim Kilometerleasing basiert dies auf der Anzahl der gefahrenen Kilometer und eventuell entstandenen Schäden am Auto. Beim Restwertleasing entscheidet hingegen der sogenannte Restwert des Fahrzeugs, der zu Beginn der Laufzeit des Leasingvertrags kalkuliert und am Ende der Laufzeit überprüft wird. Übrigens: Die Volkswagen Leasing GmbH bietet das Restwertleasing ausschließlich für Geschäftskunden an.

Wie genau funktioniert Kilometerleasing?

Beim Kilometerleasing ist, wie der Name schon sagt, die gefahrene Kilometeranzahl entscheidend. Bei der Volkswagen Leasing GmbH wird in der Regel beim Autohändler vertraglich festgelegt, wie viel Kilometer in der Leasinglaufzeit zurückgelegt werden dürfen, ohne dass Mehrkosten entstehen. Hat man nach Ende der Vertragslaufzeit die Freigrenze überschritten und ist zu viel Kilometer gefahren, muss nach Überschreiten einer Toleranzgrenze jeder sogenannte Mehrkilometer extra bezahlt werden. Wie viel ein Kilometer kostet, ist im Leasingvertrag vereinbart. Ist man weniger Kilometer als veranschlagt gefahren, gibt es, abzüglich einer ebenfalls definierten Toleranzgrenze, für die sogenannten Minderkilometer Geld zurück. Auch dafür ist die Höhe von Beginn an vertraglich festgelegt.

Woher weiß ich, wieviel Kilometer ich fahren werde?

Um herauszufinden, wie viel Kilometer Sie innerhalb der Leasinglaufzeit voraussichtlich fahren werden, sollten Sie sich überlegen, wofür das Auto genutzt werden soll. Sind zum Beispiel regelmäßige Urlaube oder Wochenendausflüge mit dem Auto geplant? Oder reicht die tägliche Fahrt durch den Stadtverkehr zur Arbeit und zurück aus? Ihr Autohändler hilft Ihnen dabei, eine für Sie geeignete Kilometerobergrenze zu finden. Zur Orientierung: In der Regel fahren Privatpersonen etwa 15.000 Kilometer pro Jahr. Die vereinbarte Kilometerzahl ist neben dem Fahrzeugpreis, der Höhe einer eventuellen Sonderzahlung und der Vertragslaufzeit ein weiterer, wichtiger Faktor, da sie die monatliche Leasingrate beeinflusst.

Kilometerleasing: Was passiert, wenn man zu viele Kilometer gefahren ist?

Wenn Sie nach Ende der Vertragslaufzeit das Auto wieder abgeben und mehr Kilometer gefahren sind als zu Vertragsbeginn vereinbart, müssen Sie nicht zwingend das Portemonnaie zücken. In der Regel gibt es, wie bereits angesprochen, eine gewisse Toleranzgrenze. Solange Sie diese nicht überschreiten, entstehen für Sie durch zu viel gefahren Kilometer keine Kosten. Bei der Volkswagen Leasing GmbH liegt die Toleranzgrenze zurzeit bei +/- 2.500 Kilometern. Alle Mehrkilometer darüber hinaus müssen bezahlt werden.
Wenn Sie weniger Kilometer als veranschlagt gefahren sind, also Minderkilometer haben, greift ein ähnliches Prinzip. Befinden Sie sich innerhalb der Toleranzgrenze, erhalten Sie keine Erstattung. Haben Sie darüber hinaus aber Minderkilometer, werden Ihnen diese bis zu 10.000 Kilometern erstattet. Liegen Sie noch weiter unter dieser Grenze, verfällt der Rest und wird Ihnen nicht erstattet.

Wie funktioniert Restwertleasing?

Beim Restwertleasing vereinbaren die Vertragspartner keine Kilometer, sondern eine bestimmte Summe: den sogenannten Restwert, den das Auto nach der Vertragslaufzeit noch haben sollte. Hat das Auto nach Vertragende nicht diesen im Vertrag vereinbarten Restwert (z.B. aufgrund von Verschleiß), muss der Leasingkunde in der Regel für die Differenz aufkommen. All diese Details werden zu Beginn des Leasings vertraglich festgelegt.

Was passiert, wenn der Restwert am Laufzeitende höher oder niedriger ist?

Nach Ende der Vertragslaufzeit stellt ein Gutachter den realen Restwert des Leasingfahrzeuges fest. Der reale Restwert ist der Wert, den das Auto tatsächlich zu diesem Zeitpunkt noch wert ist. Ist dieser reale Restwert geringer als der, der zu Vertragsbeginn kalkuliert und schriftlich festgelegt wurde, muss der Kunde in der Regel für die Differenz aufkommen. Überschreitet der reale Restwert den vertraglich fixierten Restwert, können Sie am Mehrerlös beteiligt werden. Hierfür wird der zu Vertragsbeginn kalkulierte Wert mit dem tatsächlichen Verkaufserlös am Vertragsende verglichen. Abhängig ist all das natürlich immer vom Vertrag und der Höhe der Differenz zwischen realem und kalkuliertem Restwert.


auch interessant

Leasing – ein Überblick

Wie funktioniert Leasing, woher kommt diese Finanzierungsart – und was ist der Unterschied zur klassischen Finanzierung?

Kosten beim Fahrzeugleasing.

Diese finanziellen Aspekte sollten Sie einplanen, wenn Sie ein Auto leasen.

Gebrauchtwagenleasing – wie funktioniert’s?

Hier erfahren Sie die wichtigsten Informationen rund um’s Thema.

Ihr Browser scheint veraltet zu sein!

Für eine problemlose Darstellung dieser Seite und eine Erhöhung der
Sicherheit Ihres Systems verwenden Sie bitte einen aktuellen Browser.