Golf, Tiguan, Käfer und Co.: Das steckt hinter den Modellnamen.

Volkswagen überlässt bei der Namenswahl seiner Fahrzeugmodelle nichts dem Zufall.


Polo, Beetle, Golf: Jedes Modell besitzt einen Namen mit tieferer Bedeutung.

International müssen sie sein. Frei von negativen Assoziationen, sympathisch, freundlich – und vor allem gut auszusprechen: Bevor ein Volkswagen-Modell wirklich getauft wird, wird sein Name auf Herz und Nieren geprüft, ob beim Kunden die richtigen Emotionen geweckt werden und keine Missverständnisse aufkommen können. Zahlreiche verschiedene Fahrzeugmodelle bietet Volkswagen auf seiner Homepage derzeit auf dem deutschen Markt an – jedes von ihnen trägt einen markanten und einzigartigen Namen. Doch woher kommen diese Namensschöpfungen? Wir verraten, was hinter den zum Teil ausgefallenen Kreationen steckt.

Käfer und Bulli – so nannten die Deutschen ihre Lieblinge auf vier Rädern.

Schlicht und einfach „Typ 1“ und „Typ 2“ hießen die ersten Volkswagen-Modelle, die nach 1945 in Wolfsburg vom Band rollten. Erst der Volksmund machte später Käfer und Bulli aus ihnen. Spitznamen für zwei Fahrzeuge mit ihren unverwechselbaren Formen, die darauf schließen lassen, dass die Besitzer sie einfach sehr liebgewonnen hatten. Die Vermutung, dass der Name „Bulli“ eine Zusammensetzung aus den Wörtern „Bus“ und „Lieferwagen“ ist, ist ein Mythos. Eher wurde die rundliche, charakteristische VW-Bus-Front im Volksmund als „bullig“ beschrieben. Wer dem Käfer zum ersten Mal seinen Spitznamen gab, ist nicht genau zu sagen. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass die „New York Times“ im Jahr 1938 zum ersten Mal von einem „Beetle“ sprach. Erst Mitte der 60er nutze Volkswagen diesen Spitznamen in seinen Anzeigen, um den Käfer zu bewerben. Auch in anderen Ländern übernahm man den Spitznamen „Käfer“ für das beliebte Fahrzeug, jedoch in der jeweiligen Landessprache.

Golf und Polo: Es lebe der Sport – oder doch der Golfstrom?

Viele Mythen ranken um die Namensgebung des Kultmodells „Golf“, nach dem eine ganze Generation benannt wurde. 1974 rollte er das erste Mal vom Band und passte perfekt in die fitnessbegeisterten 1980er-Jahre, in denen der Sport in Deutschland besonders hoch im Kurs stand. Boris Becker und Steffi Graf wurden mit ihren Erfolgen im Tennis damals zu Volkshelden. Deshalb kamen nach Sportarten benannte Modelle wie Golf und Polo generell schon einmal gut an. Ob der Golf jedoch tatsächlich nach der Sportart benannt ist und nicht nach dem Golfstrom, lässt sich nicht sicher sagen. Auch Gerüchte, die Inspiration für den Namen sei das Pferd eines Volkswagen-Managers gewesen, halten sich hartnäckig. Doch egal wer oder was für die Namensgebung verantwortlich war – die Emotionen, die Kunden mit dem Golf verbinden, sind seit Jahrzehnten hinweg stärker als bei jedem anderen Modell.

Warum heißt der up! eigentlich up!?

Anders als beim Golf ist Volkswagen bei seinem kleinsten Modell auf dem Markt immer wieder aufs Neue erfinderisch, wenn es um Form- und Namensgebung geht. Als Nachfolger des VW Fox in Europa kam am 3. Dezember 2011 der kleine up! auf den deutschen Markt. Ein ungewöhnlich kurzer Name, der aber auf zwei Bedeutungen zurückzuführen ist: Zum einen steht „up!“ in der englischen Sprache für „aufwärts“. Zum anderen ist „up!“ der Mittelteil des Namens eines weiteren Vorgängers, nämlich des Lupo. (L)UP(O)!

Der Caddy – trägt alles, was dem Golf zu schwer ist.

Allen Golfspielern sollte die Namenwahl des Volkswagen Caddy sofort klar sein. Denn bei der beliebten Sportart ist der Caddy die Person, die einem Golfspieler während des Turniers die Schläger hinterherträgt. Bei Volkswagen übertrug man diese Rollenverteilung auf die zwei Modelle – und der Caddy ist der Lieferwagen, der eben mehr „tragen“ kann als der Golf.

Der Touareg: Exotisch im Offroad-Gelände unterwegs.

Ein bisschen Sehnsucht nach fernen Ländern, Abenteuern und eine Prise Exotik: Mit dem Namen „Touareg“ wollten die Namensgeber dem Modell ein ganz besonders Image verleihen. Der Begriff lehnt sich an die Tuareg an, ein nomadisch lebendes Berbervolk, das im Norden Afrikas in der Sahara und der Sahelzone lebt. Und wenn es ein passendes Modell gibt, mit dem man diese Gefilde erkunden kann, dann ist es wohl dieser Geländewagen.

Ganz schön tierisch: Eine Wortschöpfung aus Tiger und Leguan

Ein Touareg, verpackt in die Klasse der SUVs: Diese Idee stand hinter der Konstruktion des Modells, das den Namen Tiguan trägt. Anders als beim Touareg überließ man Autofans bei der Namenswahl die Entscheidung: 350.000 Leser der Auto-Bild-Gruppe aus zehn Ländern durften anhand von fünf Vorschlägen über den Namen abstimmen, die das Marketing von Volkswagen entwickelt hatte. Die Leser entschieden sich für Tiguan, eine aus den Wörtern „Tiger“ und „Leguan“ gebildete Namenschöpfung. Das Nachsehen hatten die Alternativen „Nanuk“, „Namib“, „Rockton“ und „Samun“.

Scirocco und Passat – ganz schön windige Namen!

Schaut man sich die Produktpalette der Volkswagen-Modelle einmal an, wird eines schnell klar: Die Namensgeber scheinen auf Winde zu stehen.

Passat und Scirocco sind die wohl bekanntesten Namen, die auf Luftströme zurückzuführen sind und in denen Exotik und Fernweh anklingt. Der Scirocco ist ein heißer Wüstenwind, der von der Sahara in Richtung Mittelmeer weht. Weitere Windnamen sind unter anderem Bora, Santana oder Jetta.


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