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Raten- oder Rahmenkredit? Wenn aus großen Träumen Tatsachen werden sollen.


18.05.2018

Ob eigene Wohnung oder eigenes Auto: Manche Träume sind schlicht zu teuer, um sie „mal eben“ aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Damit Träume nicht nur Träume bleiben, haben sogar schon unsere Vorfahren Güter gegen Zinsen verliehen. Um 3000 v. Chr. wurde zum Beispiel Getreidesaat verliehen, die nach der Ernte plus Zinsen zurückgeben werden musste. Den eigentlichen Begriff „Kredit“ gibt es aber erst seit dem 19. Jahrhundert. Am Grundprinzip hat sich allerdings bis heute nicht viel geändert: Der Kunde leiht sich bei seiner Bank eine Summe X und zahlt diese in festen Raten plus Zinsen zurück.

Die gängigsten Kredite sind heutzutage der Raten- und der Rahmenkredit. Was die beiden unterscheidet und welcher sich wann eignet, klären wir hier:

Der Klassiker: Ratenkredit.

2016 gab es laut SCHUFA-Datenbestand in Deutschland rund 7,7 Millionen neu abgeschlossene Ratenkredite. Kein Wunder, denn mit einem Kredit lassen sich Wünsche und Träume verwirklichen, die ohne das geliehene Geld nicht erfüllbar wären. Übrigens: Gut ein Drittel aller Privatkredite in 2016, nämlich 36,6 Prozent, hatten laut SCHUFA-Datenbestand eine Höhe von mindestens 10.000 Euro und wurden innerhalb von zwei Jahren an die Bank zurückgezahlt.

Banken vergeben in der Regel Ratenkredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro, die Sie für gewöhnlich in 12 bis 120 Monatsraten abbezahlen können; das aber nur an Leute, die solvent sind und bei denen schnell klar ist, dass sie das Geld inklusive Zinsen problemlos zurückzahlen können. Die Konditionen für Ratenkredite schwanken beispielsweise je nach Bank, Zeitpunkt und Rahmenbedingungen.

Wann eignet sich ein Ratenkredit?

Der Ratenkredit ist in erster Linie für größere und von langer Hand geplante Anschaffungen geeignet – zum Beispiel Autos, Wohnungen und Möbel. Dabei gibt es zwei Formen dieses Ratenkredites: Den zweckgebundenen und den zweckungebundenen Ratenkredit. Der Vorteil eines zweckungebundenen Kredits ist, dass Sie das geliehene Geld flexibel und für verschiedene Dinge ausgeben können. Bei einem zweckgebundenen Ratenkredit müssen Sie dagegen von Vornherein festlegen, wofür Sie das Geld nutzen wollen. Diese Art des Ratenkredits bietet sich an, wenn Sie genau wissen, was Sie sich mit dem Geld kaufen möchten. Dann erhalten Sie oftmals günstigere Konditionen als bei einem zweckungebundenen Ratenkredit. Generell kann sich ein Gegenwert – wie zum Beispiel ein Auto – positiv auf die Zinskonditionen auswirken.

Wichtig: Die Bank braucht einen Beweis dafür, dass der Kredit auch für den vereinbarten Zweck verwendet wurde und verlangt in der Regel eine Sicherheit. Beispielsweise muss der Kunde beim Autokredit meist die Zulassungsbescheinigung Teil 2, früher auch Fahrzeugbrief genannt, bei der Bank hinterlegen, bis der Kredit abbezahlt ist.

Wie läuft das mit der Rückzahlung?

Im Kreditvertrag sind alle allgemeinen Informationen und die individuell vereinbarten Konditionen festgehalten. Die Rückzahlungsrate besteht aus der Tilgungsrate und den Zinsen. Diesen Betrag zieht die Bank in der Regel vom Girokonto des Kunden per Lastschrift-Verfahren ein. Wichtig: Die Zinsen fallen nur auf die aktuell verbleibende Kreditsumme an. Das bedeutet: Zahlt man nach und nach den Kredit ab, schrumpft die Summe und damit der anfallende Zinsbetrag.

Der Flexible: Rahmenkredit.

Wenn Sie schnell eine größere Summe in die Hand nehmen müssen und diese nicht zufällig griffbereit auf dem Girokonto liegen haben, stehen Sie in der Regel vor zwei Möglichkeiten: Entweder Sie überziehen Ihr Girokonto mithilfe eines Dispokredits, oder Sie greifen auf einen finanziellen Puffer zurück, den Sie sich vorher vorsorglich geschaffen haben: den Rahmenkredit.

Die Besonderheit steckt im Wort selbst: Der Rahmen markiert eine Kreditsumme, die Sie nach Abschluss des Kreditvertrags spontan nutzen können, ohne dafür extra mit der Bank sprechen zu müssen.

Und so geht’s: Sie schließen bei einer Bank einen Vertrag über eine bestimmte Kreditsumme ab, auf die Sie jederzeit zugreifen können, aber nicht müssen. Wenn Sie das Geld dann benötigen, müssen Sie nicht den kompletten Kreditrahmen auf einmal in Anspruch nehmen, sondern nutzen nur das Geld, das Sie wirklich brauchen. Zinsen zahlen Sie dann auch nur auf eben diese genutzte Summe. Apropos Zinsen: Diese werden bei den meisten Banken am Ende jedes Monats abgebucht – zusätzlich zu den Rückzahlungsraten. Die Höhe des Zinssatzes orientiert sich in der Regel an dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) und kann entsprechend schwanken. Wichtig: Die Bank ist verpflichtet, dem Kunden mitzuteilen, wenn der vorher mit ihm vereinbarte Zins angepasst werden soll.

Wann eignet sich ein Rahmenkredit?

Ein Rahmenkredit ist nicht zweckgebunden wie beispielsweise ein Autokredit. In der Regel bewegen sich die über Rahmenkredite verfügbaren Geldsummen zwischen 2.500 Euro und 50.000 Euro, je nach Kreditinstitut. Grundsätzlich ist der Rahmenkredit eine kluge Alternative zum Dispo, weil die Zinsen bei der Rückzahlung oftmals deutlich niedriger sind. Entsprechend kann man den Rahmenkredit gut für Ad-hoc-Investitionen nutzen, für die man bis dato mit dem Girokonto vielleicht schon mal „ins Minus“ gegangen ist.
Übrigens gibt es beim Rahmenkredit keine maximale Laufzeit. Er kann daher theoretisch ein Leben lang genutzt werden. Grundsätzlich hat die Bank aber das Recht, im Rahmen einer festgelegten Kündigungsfrist den Rahmenkredit wieder einzustellen. In einem solchen Fall muss der Kunde dann auch die volle Restschuld innerhalb dieser Frist begleichen.

Wie läuft das mit der Rückzahlung?

Hat man nun den Rahmenkredit (in Teilen) in Anspruch genommen, geht es im nächsten Schritt logischerweise an die Rückzahlung. In der Regel wird das Geld an die Bank in Raten zurückgezahlt – entweder mit einem Dauerauftrag oder per Lastschriftverfahren. Wie hoch die Rückzahlungsrate ist, kann der Kunde im Rahmen von bestimmten Vorgaben – wie zum Beispiel einem monatlichen Mindestbetrag – mit der Bank aushandeln.

Übrigens: Wer unverhofft an Geld gekommen ist, kann die beanspruchte Summe des Rahmenkredits jederzeit zurückzahlen. Der zurückgezahlte Betrag kann dann wieder in Anspruch genommen werden. Ähnlich wie bei einer Prepaid-Karte beim Handy. Es muss also kein neuer Kredit beantragt werden, wenn einen Monat nach der Waschmaschine auch noch die Spülmaschine kaputtgeht.

Wer hingegen in Geldnot geraten ist, sollte nicht zögern, mit der Bank über eine mögliche Stundung – also einen Aufschub der Kreditrückzahlungen – zu sprechen.

Ratenkredit vs. Rahmenkredit: Der Vergleich.

Wie Sie sehen, haben beide Kreditformen ihre Daseinsberechtigung. Welcher Kredit für Sie infrage kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Haben Sie ein konkretes Finanzierungsvorhaben? Wollen Sie eine fixe monatliche Rate oder möglichst flexibel sein? Hier zählen individuelle Vorlieben und Situationen. Wir haben die Unterschiede nochmal für Sie zusammengefasst:

Sie haben sich entschieden: Der Abschluss.

Fakt ist: Die Voraussetzungen und Abläufe beim Vertragsabschluss variieren von Bank zu Bank. Grundsätzlich gilt bei beiden Kreditarten aber, dass ein Antragsteller mindestens 18 Jahre alt sein und in Deutschland wohnen muss. Sind diese Grundvoraussetzungen gegeben, kann der Kreditantrag ausgefüllt werden. Teil davon ist die sogenannte Selbstauskunft. Darin legt der Antragssteller relevante Daten wie Name, Adresse, Beruf, Bankverbindung und Ein- und Ausgaben offen. Außerdem prüft der Kreditgeber die Bonität des Kunden. Das heißt es wird geschaut, für wie sicher die Bank es einschätzt, dass der Kunde den Kredit zurückzahlen kann und ob er kreditwürdig ist. Dazu werden zum Beispiel bei der SCHUFA Informationen über Schulden und weitere Kredite eingeholt, um die Zahlungsmoral und die schon bestehenden Schulden des Interessenten zu überprüfen und ihn im Zweifel vor einer Überschuldung zu bewahren.

Infobox: Übrigens wurden laut SCHUFA im Jahr 2016 in ganz Deutschland 22,9 Millionen Schufa-Auskünfte angefragt – gut 3,4 Millionen Mal mehr als im Vorjahr.


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