Das erste Girokonto ist fast so wichtig wie die erste Liebe!

Warum wir unsere Kinder für den Umgang mit Geld begeistern sollten.


Wer will schon Mama fragen, wenn für das erste Date noch ein süßes Top oder ein stylisches Basecap fehlt? Und wer hat schon Lust, jedes Mal bei Papa vorstellig zu werden, wenn man zehn Euro fürs Kino benötigt? Kein Wunder, dass sich die Mehrheit der Jugendlichen gerne selbst um ihre Finanzen kümmert, ist dies doch ein wichtiger Schritt in Richtung Freiheit und Selbstständigkeit.

Das meiste Geld geben die Sechs- bis 19-Jährigen für Kleidung und Accessoires aus. Anschließend müssen die neuen Outfits natürlich präsentiert werden. Den zweiten Platz auf der Ausgabenliste belegt daher: Ausgehen. An dritter Stelle stehen die Kosten für das Handy, wofür Jugendliche im Schnitt 8,45 Euro im Monat ausgeben. Ein Leben ohne Internet kennen die jungen Digital Natives nicht. Ein Großteil ihrer Kommunikation findet auf Twitter, Instagram, Youtube, Snapchat und Co. statt.

Und was ist die wichtigste Geldquelle von Deutschlands Kindern und Jugendlichen? Das elterliche Portemonnaie! Laut dem Bundesverband deutscher Banken bekommen 87 Prozent der Schüler regelmäßig Taschengeld von ihren Eltern.

Wie viel Geld ist genug Geld? Die Arbeitsgemeinschaft Finanzen gibt Eltern Tipps für die richtige Taschengeldhöhe.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Finanzen

Kinder müssen planen können

So sollte es auch sein, findet Barbara Kettl-Römer, Autorin des Buches „So erziehen Sie Ihr Kind im Umgang mit Geld“: „Eltern sollten ihren Kindern regelmäßig einen festgelegten Betrag geben. So kann das Kind planen.“ Gibt das Kind sein Geld zu schnell aus, lernt es im Bestfall, sich die nächste Rate richtig einzuteilen. „Die Kinder sollten nicht verwöhnt werden und das Gefühl kriegen, dass sie immer alles bekommen. Gleichzeitig darf Geld aber auch nicht zu wichtig werden, weil die Kinder zu wenig erhalten“, rät Kettl-Römer.

230.000 Schüler bessern ihren Kontostand zudem mit Nebenjobs auf. Weitere Einnahmequellen sind Geldgeschenke, etwa zu Weihnachten oder für gute Noten, sowie Schüler-BAföG.


Das kostenlose Girokonto

Sechs von zehn Jugendlichen macht es Spaß, sich um die eigenen Geldangelegenheiten zu kümmern. Mit einem kostenlosen Girokonto auf Guthabenbasis laufen sie nicht Gefahr, sich zu verschulden, und lernen, ihr Geld selbst zu verwalten. Man könnte mit einem Augenzwinkern sagen: Das erste Girokonto ist fast so wichtig wie die erste Liebe.

... der Jugendlichen und jungen Erwachsenen besitzen ein eigenes Girokonto.
Quelle: Bankenverband

 


... der 14- bis 17-Jährigen verfügen über ein Sparkonto.
Quelle: Bankenverband

Clever sparen für den Führerschein

Nach einer Umfrage des Deutschen Bankenverbands legt über die Hälfte aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen regelmäßig Geld zurück. Die 14- bis 17-Jährigen sparen im Durchschnitt 48 Euro pro Monat. Beliebte Sparziele: Größere Anschaffungen wie der Führerschein, das erste Auto und Reisen. Welches die richtige Sparmethode ist, kann nur jeder für sich entscheiden. Aber: „Wenn das Geld nicht sofort verfügbar ist, ist die Versuchung kleiner, es spontan für etwas anderes auszugeben“, sagt Buchautorin Barbara Kettl-Römer.

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