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Sparen mit Wertpapieren? – Mit etwas Glück durch die Niedrigzinsphase


06. September 2018

Sie sind ein Sparer und ärgern sich über die anhaltend niedrigen Zinsen? Damit sind Sie sicher nicht allein. Aber: Marktphasen wie diese können auch eine Chance sein, andere Anlageformen ins Auge zu fassen. Welche Wertpapiere eine Alternative zu klassischen Sparprodukten darstellen könnten und welche Risiken hierbei zu berücksichtigen sind, lesen Sie hier.  

Lassen Sie uns eine kleine Zeitreise machen: Sie sind wieder 14 Jahre alt und stolzer Besitzer eines Sparbuchs mit 3,5 Prozent Zinsen. Das kam Ihnen damals sicherlich wahnsinnig wenig vor, denn schließlich hatten Sie mit 14 allenfalls niedrige dreistellige Beträge, die Sie dort anlegen konnten und von ein paar Mark Zinsen im Jahr konnten Sie sich natürlich nichts Großes leisten. Mittlerweile sind Sie nicht mehr vom Taschengeld Ihrer Eltern abhängig, verdienen Ihr eigenes Geld und 3,5 Prozent würden sich richtig lohnen. Leider sind die Zeiten hoher Zinsen allerdings vorbei – zumindest vorerst. Sparen möchten Sie aber trotzdem möglichst effektiv. Dabei gibt es verschiedene Punkte zu beachten.

Inflation und Niedrigzinspolitik machen es Sparern schwer.

Egal ob Sparbücher und Tagesgeldkonten – im Grunde alle klassischen Sparprodukte sind derzeit von der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank betroffen. Diese Politik macht insofern Sinn, als dass auf diese Weise Kredite günstiger und Investitionen dadurch attraktiver werden. Für Sie privat bedeutet das, dass Sie zum Beispiel für ein Auto einen Kredit bei einer Bank aufnehmen können und von den niedrigen Zinsen für das geliehene Geld profitieren.

Für Sparer ist das allerdings kein Trost, denn die aktuellen Anlagezinsen gleichen nicht einmal die Inflation aus (Stand: Juli 2018). Faktisch heißt das: Jeder, der spart, verliert kontinuierlich einen Teil seines Geldes. Das gilt natürlich nur bei den aktuellen Zinsständen und Inflationsraten. Dennoch kann das einen zu Recht ärgern – besonders wenn man größere Geldbeträge auf einem Konto angespart hat. Was können Sie als Sparer also am besten tun? Sollen Sie dem Ruf des Marktes folgen und in andere Anlageformen investieren? Aktienfonds? Wertpapiere? Und wie funktioniert das eigentlich?

Aktien für Risikobereite

Je mehr Menschen Aktien einer Firma haben wollen, desto mehr steigt der Wert dieser Aktien – eigentlich ein klassischer Fall von Angebot und Nachfrage. Am besten kaufen Sie Aktien, wenn sie günstig sind – also wenig Nachfrage nach den Anteilen an einem Unternehmen besteht. Wenn Sie dann bei hoher Nachfrage diese Aktien wieder verkaufen, erhalten Sie in der Regel einen höheren Preis und machen einen sogenannten Kursgewinn.

Natürlich besteht aber auch immer das Risiko, dass der Wert Ihrer Aktien sinkt, weil andere Anleger ihre Aktien verkaufen und das Angebot die Nachfrage übersteigt. Verkaufen Sie Ihre Aktien in einer solchen Phase sinkender Nachfrage und fallenden Wertes, könnten Sie einen Teil Ihres Geldes verlieren. Sogar ein Totalverlust wäre möglich, wenn das Unternehmen, an dem Sie mit Ihren Aktien beteiligt sind, Insolvenz anmeldet. Ein starkes Nervenkostüm ist also sicherlich von Vorteil, wenn man das Auf und Ab an der Börse beobachten und Risiken und Chancen für sich bewerten möchte.  

Tipp: Wer nicht weiß, was Aktien eigentlich sind, und was genau sich hinter den Begriffen Anleihen und Fonds verbirgt, findet hier das nötige Hintergrundwissen.

Aktien regelmäßig kaufen: Der Aktiensparplan.

Letztlich ist es also so, dass Sie Aktiengeschäfte nur mit Geld tätigen sollten, das Ihnen langfristig zur Verfügung steht und auf das Sie – im schlimmsten Fall – gänzlich verzichten könnten.

Wenn Sie aber anstelle eines größeren Betrages lieber regelmäßig kleinere Beträge investieren möchten, könnten Aktiensparpläne für Sie interessant sein: Mit einem Aktiensparplan investieren Sie monatlich einen festen Betrag in eine bestimmte Aktie – unabhängig von deren aktuellem Kurs. Im Falle eines relativ hohen Kurses bekommen Sie weniger Aktien für Ihr eingesetztes Geld. Ist der Kurs verhältnismäßig niedrig, bekommen Sie für den gleichen Betrag mehr Aktien. Das kann im Falle einer erneuten Kurssteigerung mehr Rendite bedeuten. Bleibt der Kurs allerdings dauerhaft niedrig oder sinkt noch weiter, verlieren Sie Geld.

Sparen mit ETFs?

Eine besondere Form, sich an der Entwicklung von Aktien zu beteiligen, ohne die Aktien direkt zu kaufen, sind die Exchange-Trade Funds (ETFs) – das sind börsengehandelte Aktien-Indexfonds. Mit einem ETF brauchen Sie sich nicht für eine Aktie zu entscheiden, sondern investieren in einen Aktienkorb – also eine Sammlung von Aktien verschiedener Unternehmen – oder einen Aktienindex. ETFs sind einfach zu verstehen: Im Prinzip entwickeln sich diese Fonds genauso wie der Aktienindex oder -korb, den sie nachbilden. Steigt oder sinkt zum Beispiel der DAX-Index, dann steigt oder sinkt auch der daran gekoppelte ETF im gleichen Verhältnis. Mit einem Sparplan kaufen Sie regelmäßig Anteile an diesem ETF.  

Was ist der Unterschied von ETF- zu anderen Fondsparplänen?

Bei klassischen Fondssparplänen investieren Sie regelmäßig in Fonds. Fonds sind Sondervermögen, die aus dem Geld vieler Anleger durch Fondsgesellschaften gebildet werden. Sie bilden nicht wie die ETFs bestimmte Indizes, sondern ein ausgewähltes Anlagespektrum ab. Das bedeutet: Ein Fondsmanager investiert Ihr Geld und das der anderen Fondsanleger je nach Art des Fonds in verschiedene Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere. Diese breite Streuung vermindert das Risiko, dass bei Wertverlust einer Aktie der Wert des gesamten Fonds sinkt, da andere Wertpapiere diesen Wertverfall ausgleichen können.

Fondsmanager versuchen außerdem, bestmögliche Renditen für ihre Anleger zu erwirtschaften. Dieses aktive Management kostet allerdings auch Gebühren. Diese Gebühren und die weiteren Kosten sollte der Fondsanleger immer bei seinen Entscheidungen berücksichtigen. Neben den Fondsgebühren wie Managementgebühr und Ausgabeaufschläge können auch Kosten für den Handel oder die Depotführung anfallen.

Das Fazit: Sparpläne und Wertpapiere

Mit angemessener Risikobereitschaft sind Wertpapiere also tatsächlich etwas für Sparer. Sie können entweder einmalig einen Betrag anlegen oder im Rahmen von Sparplänen monatlich Geld, das Sie nicht für andere Zwecke benötigen, investieren. Ein Vorteil der zweiten Variante ist das kontinuierliche Investieren: So kaufen Sie Aktien automatisch – egal ob der jeweilige Kurs eher hoch oder niedrig ist.

Wenn es gut läuft, schlagen Sie mit einer Wertpapieranlage einer Inflation ein Schnippchen und lassen in puncto Rendite klassische Sparprodukte in der Niedrigzinsphase hinter sich. Wenn es schlecht läuft, dann verlieren Sie allerdings Geld.

Das Wichtigste, das Sie für den Wertpapierhandel brauchen, ist ein Wertpapier-Depot, über das Sie alle Börsengeschäfte abwickeln können. Was Sie sonst noch alles benötigen, um an der Börse zu starten, erfahren Sie hier.

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