Trump neuer US-Präsident: Wie haben die Finanzmärkte reagiert?

Unser Experte nach der Wahl mit ersten Antworten für Anleger.


Die ganze Welt diskutiert über die Präsidentschaftswahlen in den USA - und wir diskutieren mit. Mit unserem Kollegen Martin, Produktmanager für Wertpapiere bei der Volkswagen Bank, haben wir darüber gesprochen, welche Bedeutungen das Wahlergebnis für deutsche Sparer und Anleger haben könnte.

Wie hat Trumps Wahlsieg die Börsen kurzfristig beeinflußt?

„Politische Börsen haben kurze Beine“. Diese Weisheit bestätigte sich zum Start des Börsenhandels nach der US-Wahl. Als die ersten Hochrechnungen eine Mehrheit für Donald Trump als neuen Präsidenten prognostizierten und diese wenig später bestätigt wurden, fielen weltweit die Börsen und Aktienkurse in den Keller, die Ölpreise sanken. Im Gegenzug stieg der Preis für die vermeintlich sichere Krisenwährung Gold.

Soweit die kurzfristigen Reaktionen.

Bereits ein paar Stunden später stabilisierte sich vor allem der europäische Handel und auch der Deutsche Aktienindex (DAX) gewann wieder an Aufwind.

Ob es in der nahen Zukunft aufgrund des neuen Präsidenten noch einmal so einen starken Einsturz geben wird, bleibt aber abzuwarten und hängt unter anderem von bevorstehenden politischen Entwicklungen wie der Zusammensetzung des künftigen US-Kabinetts ab. Je nachdem, wie die Börsen politische (Personal-) Entscheidungen interpretieren, könnten die Kurse sinken oder steigen.

Fazit für Kleinanleger: Der Tag nach der Wahl hat gezeigt, dass es sich lohnt, Investitionen breit zu streuen. Und: Dass es wichtig ist, einen langen Atem an der Börse zu haben und trotz kurzfristiger Kurssenkungen nicht die Nerven zu verlieren.

US-Wahl: Welche Auswirkungen hatte das Ergebnis auf den Euro?

Am Tag nach der Wahl hat der Euro gegenüber dem Dollar stark zugelegt. Dieser Zeitpunkt wäre für Urlauber in den USA sehr günstig gewesen, aber eigentlich war er viel zu kurz, um daraus einen Nutzen ziehen zu können. Denn mittlerweile ist der Euro-Kurs wieder gefallen. Wie sich das Euro-Dollar-Verhältnis weiter entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Auch hier heißt es: Ruhe bewahren und abwarten. Zu spekulieren, wann ein Urlaub in die USA jetzt besonders günstig sein könnte, kann nach hinten losgehen.

Was könnte Trumps Wahlsieg für die Zinspolitik bedeuten?

Vor der US-Wahl hatte die Federal Reserve (Fed), die US-Notenbank, bereits begonnen, den Zinssatz anzuheben. Der Leitzins ist maßgebend für die Finanzmärkte im jeweiligen Währungsraum. Denn der Leitzins gibt an, zu welchem Zins sich die Banken im jeweiligen Währungsraum Geld bei der Zentralbank leihen und als Kredite an Verbraucher und Unternehmen weitergeben können. In den USA ist das die Fed, in der Eurozone die Europäische Zentralbank (EZB). Aufgrund der hohen Bedeutung des US-Dollars haben die Maßnahmen der Fed aber auch über die Vereinigten Staaten hinaus Auswirkungen.

Die Konditionen der Fed oder EZB spüren aber nicht nur Banken und damit auch Kreditnehmer, sondern indirekt auch die Sparer. Beispielsweise erhalten deutsche Sparer in Zeiten der Niedrigzinspolitik der EZB geringere Zinsen auf ihre Sparanlagen als bei einem höheren Leitzinssatz.

Vor der US-Wahl war die Erwartungshaltung, dass die Fed den Leitzins wahrscheinlich stückweise weiter anheben wird. Jetzt, nach der Wahl, ist es aber unklar, ob die Zinsen in den USA weiter steigen werden. Möglich wäre auch, dass der Zinssatz stagnieren wird.


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