Die Generation Y setzt andere Prioritäten als ihre Vorgänger

Glück ist wichtiger als Karriere. Trotzdem müssen die Finanzen stimmen.


„Wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm!“ Als die heutigen Berufseinsteiger Kinder waren, forderte die Sesamstraße sie auf, nachzufragen – mit Erfolg. Heute macht die Generation Y (ausgesprochen: „Why“) ihrem Namen alle Ehre und hinterfragt althergebrachte Muster. Karriere und Geld spielen zunehmend Nebenrollen.

Der Kern der Generation Y sind die zwischen 1981 und 1995 geborenen Akademiker. Sie strömen zurzeit auf den Arbeitsmarkt – und stellen dessen Mechanismen auf den Kopf. Statt Geld und Karriere sind Selbstbestimmung und Work-Life-Balance die neuen Statussymbole.

Arbeit muss Spaß machen und sinnvoll sein

„Sinn zählt für uns mehr als Status. Glück schlägt Geld“, schreibt Ypsilonerin und Wirtschaftsjournalistin Kerstin Bund in der Zeit. Das Geld ist dennoch nicht unwichtig. Eine angemessene Entlohnung wird im Vergleich zu früheren Generationen jedoch schlicht vorausgesetzt. Zusätzlich soll der Job Spaß machen und sinnvoll sein. Ist das gegeben, geben die Ypsiloner gerne alles. Schließlich arbeitet laut der Portale Gründerküche und Absolventa mindestens einer von sieben Berufsanfängern 50 Stunden pro Woche. Im Gegenzug werden flexible Arbeitsmodelle wie Home Office erwartet. Und wie sieht es auf dem Konto aus? Im Schnitt verdient ein Hochschulabsolvent laut Absolventa am Anfang seines Berufslebens rund 39.000 Euro.

 

... müssen BAföG-Empfänger maximal zurückzahlen.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Doch nicht nur Erfüllung im Beruf und Spaß am Leben ist wichtig: 76 Prozent der Ypsiloner möchten laut dem Zukunftsinstitut eine Familie gründen. Aber erst später: Die Durchschnitts-Akademikerin bekommt ihr erstes Kind laut dem Statistischen Bundesamt mit 31 Jahren. Bei den Ypsilonern bleibt nicht nur Mama zu Hause: Fast jeder zweite Mann zieht in Erwägung, eine Weile in Teilzeit zu arbeiten.

Beschäftigen muss sich ein Teil der Generation auch mit einem während des Studiums angehäuften Schuldenberg: Rund ein Viertel aller Studierenden bekommt BAföG. Die Rückzahlung beginnt etwa fünf Jahre nach dem Abschluss.

 


BAföG in einem Betrag zurückzahlen

Was viele ehemalige Studenten nicht wissen: Wer sein BAföG in einem Rutsch zurückzahlt, anstatt es abzustottern, kann unter Umständen viel Geld sparen. Je nach Darlehen liegt der Erlass zwischen acht und 50,5 Prozent.


Drei Viertel der Berufseinsteiger sparen ihr Geld

Wer glaubt, die spaßverliebte Generation der Berufsanfänger würde ihr frisch verdientes Geld sofort ausgeben, hat weit gefehlt. Laut der Umfrage von TNS Emnid liegt das Sparen bei drei Viertel der Berufseinsteiger auf Platz eins der Ausgabenliste.


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