Wartung, Inspektion und Pflege: So erhalten Sie den Wert Ihres Autos.

Mit der Einhaltung einiger Regeln können Sie dem Wertverlust Ihres Neuwagens entgegenwirken. Ein Überblick.


17.05.2017

Jeder kennt das Sprichwort: Den größten Wertverlust erfährt ein Neuwagen, wenn er vom Hof des Autohändlers rollt – und damit kein Neuwagen mehr ist. Aber keine Angst: Mit der Einhaltung einiger Regeln und einer gewissenhaften Pflege können Sie einem starken Wertverlust ihres Traumautos ein wenig vorbeugen und mit ein bisschen Glück den Wagen auch nach einigen Jahren noch für einen relativ hohen Wiederverkaufswert abgeben. Worauf Sie achten sollten, erklärt unser Kollege Ingo in diesem Artikel.

Wartung und Inspektion: Wann und wie oft sollte ich mein Auto durchchecken lassen?

Schon beim Abschluss des Kaufvertrags im Autohaus wird Ihnen in der Regel ein Ansprechpartner genannt, der sich künftig um „das Wohl“ Ihres Autos kümmert – wenn Sie das wünschen. Wann und wie oft Sie Ihr Auto einer Wartung beziehungsweise einer Inspektion unterziehen sollten, ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Wichtig: Informieren Sie sich, welche Termine Sie unbedingt einhalten müssen, um den Garantieschutz Ihres Autos zu behalten. Sollten nämlich Schäden auftreten – und Sie haben den vorangegangenen Kontrolltermin verschlafen –, übernimmt der Hersteller unter Umständen nicht die vollen Kosten für eine Reparatur. Aber keine Angst: Mittlerweile erinnern Sie die meisten Neuwagen selbstständig, wenn es wieder Zeit für ein Besuch in der Werkstatt wird – direkt mit einer Anzeige im Cockpit und zwar deutlich vor dem empfohlenen Kontrolltermin. So können Sie sich entspannt einen Termin in Ihrer Werkstatt organisieren.

Bei Volkswagen steht in der Regel der erste Wartungstermin nach zwei Jahren an – oder wenn Sie 30.000 Kilometer mit Ihrem Wagen gefahren sind. Hier spricht man von einem sogenannten „Longlife-Service“. Je nach Modell kann auch ein erster Wartungstermin nach einem Jahr beziehungsweise nach 15.000 Kilometern notwendig sein. Sind Sie sich unsicher, wie es sich bei Ihrem Neuwagen verhält, fragen Sie einfach bei Ihrem Händler nach oder schauen Sie in Ihrem Service-Heft nach, gern auch Scheckheft genannt. Dort wird – ähnlich wie in einem Bonus-Heft beim Zahnarzt – notiert, wann welche Untersuchungen durchgeführt wurden.

Was wird bei den Untersuchungen kontrolliert – und was kostet mich das?

Grundsätzlich gilt es, zwischen kleinen und großen Inspektionen zu unterscheiden, die von jedem Autohersteller anders benannt werden. Bei einem Service wird neben dem Ölwechsel auch der allgemeine Fahrzeugzustand überprüft. Sollte Handlungsbedarf durch zum Beispiel Wechsel der Wischerblätter oder Erneuerung der Bremsen bestehen, wird der Servicemitarbeiter hierzu ausführlich informieren und das Vorgehen abstimmen. Für diese umfassende Untersuchung, für die Sie mehrere Stunden einplanen müssen, ist es in der Regel notwendig, zuvor einen Termin in der Werkstatt zu vereinbaren. Die Kosten für diese Inspektion sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich – und natürlich davon abhängig, was unter Umständen an Ihrem Fahrzeug repariert werden muss. Fragen Sie in der Werkstatt Ihres Vertrauens nach und bitten Sie um einen Kostenvoranschlag. Zudem können Sie natürlich mehrere Angebote einholen, um einen möglichst günstigen Preis zu bekommen.

Einige Hersteller bieten Service-Pakete an, die für einen geringen monatlichen Beitrag die Kosten für entsprechende Untersuchungen übernehmen. Was Volkswagen mit dem Angebot „Wartung und Inspektion“ für Sie bereithält, erfahren Sie hier.

Garantie: Wie lange haftet der Hersteller – und wie kann ich meine Garantie verlängern lassen?

In der Regel gewährt der Hersteller eine 24 Monate lange Garantie, wenn Sie einen Neuwagen kaufen – sie sind also zwei Jahre lang auf der sicheren Seite, wenn es zu einem Defekt an Ihrem Auto kommen sollte. Die Voraussetzung dafür ist jedoch in der Regel, dass Sie alle vorgeschriebenen Wartungstermine einhalten. Gesetzliche Gewährleistungsansprüche sind von dieser Prämisse natürlich ausgenommen. Um danach weiterhin abgesichert zu sein, können Sie bei vielen Anbietern eine Garantieverlängerung abschließen. Die Vertragsbedingungen sind bei jedem Hersteller anders – deshalb ist es ratsam, rechtzeitig vor Ablauf der Hersteller-Garantie beim Vertragspartner nachzufragen. In der Regel ist es möglich, bereits im Rahmen des Kaufvertrags eine Garantieverlängerung abzuschließen bis zu max. 5 Jahre Fahrzeugalter und max. bis zu 150.000 km.

Bei Volkswagen haben Sie wahlweise die Möglichkeit, eine Garantieverlängerung über ein, zwei oder drei Jahre abzuschließen. Hierbei ist es jedoch wichtig, auf das Timing zu achten: Der Vertrag muss abgeschlossen sein, noch bevor Sie 100.000 Kilometer mit dem Fahrzeug gefahren sind beziehungsweise bevor die Hersteller-Garantie abgelaufen ist. Die Kosten für diesen Service hängen unter anderem vom Fahrzeugmodell, dem Abschlusszeitpunkt und der restlichen Garantielaufzeit ab. Wie hoch der Beitrag ist, können Sie hier ganz einfach online für Sie ausrechnen lassen.

Die Autopflege: Worauf sollte ich achten?

Neben den im Rahmen der Garantie-Erhaltung vorgeschriebenen Wartungen und Inspektionen können Sie natürlich auch selbst durch einen pfleglichen Umgang mit Ihrem Auto dafür sorgen, dass Ihr Fahrzeug länger wie neu bleibt. So sollten Sie es regelmäßig waschen und immer mal wieder eine Lackpflege auftragen. Auch für den Fahrzeuginnenraum gibt es zahlreiche Pflegemittel, mit denen Sie mögliche Verschmutzungen entfernen können. Sollte Ihr Fahrzeug mal einen Kratzer abbekommen haben, ist es ratsam, ihn zügig von einem Profi ausbessern zu lassen, sodass möglichst wenig Spuren zurückbleiben. Zusammengefasst: Je mehr Sie auf Ihren Wagen achten, umso höher ist am Ende dessen Wiederverkaufswert.  


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