Die WG – Mitwohnen und Mitsparen.


12.08.2017

  • Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Wohngemeinschaft (WG) um bei der Miete Geld zu sparen
  • Gerade bei den Nebenkosten kann man mit einigen wenigen Tricks zusätzlich bares Geld sparen
  • Verschwendung und unnötige Ausgaben sollte man vermeiden

Das Wohnen in den begehrten Vierteln deutscher Großstädte ist für viele, gerade junge Menschen, inzwischen oft unbezahlbar. Ein Blick auf die aktuellen Anzeigen in den gängigen Wohnungsportalen zeigt: Für eine kleine Ein-Zimmer-Wohnung im Univiertel von München sind mindestens 500 Euro fällig – Kaltmiete versteht sich. In Friedrichshain in Berlin sollte man dafür mittlerweile ebenfalls mit rund 400 Euro rechnen. Und wer im Schanzenviertel in Hamburg überhaupt fündig wird, muss etwa 600 Euro auf den Tisch legen. Viele Studenten, Berufseinsteiger oder Geringverdiener können sich das nicht leisten – und selbst wenn, stellt sich die Frage, ob man so viel Geld für so wenig Wohnung ausgeben will.

Die Alternative: Man zieht in eine Wohngemeinschaft oder gründet selbst eine und erhält mehr Wohnqualität für den gleichen oder sogar einen niedrigeren Preis. Wer also Küche und Schlafzimmer nicht im gleichen Raum haben will, kann auf diese Weise bares Geld sparen! Doch das ist nur der Anfang, denn mit ein paar Tricks lassen sich auch die übrigen Lebenshaltungskosten senken. Wir haben die wichtigsten Spartipps für WG und Haushalt einmal zusammengefasst.

Wasser, Heizung, Strom – Spart euch reich.

Die Gesamtkosten einer Wohnung setzen sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammen – und nur weil man bei der Miete bereits spart heißt das nicht, dass es nicht noch weitere Stellschrauben gibt, mit denen man am Ende des Monats mehr Geld in der Kasse hat. Einige der monatlich fälligen Positionen wie Kaltmiete oder Nebenkosten wie Hausmeisterdienste, sind verbrauchsunabhängig und werden fix abgerechnet. Doch bei der Wasserversorgung, den Heizkosten oder auch beim Strom schlummern durchaus Sparpotenziale! Dabei gelten im Prinzip die gleichen Regeln wie in jeder anderen Wohnung auch.

Den Wasserverbrauch kann man beispielsweise durch einen Wassersparduschkopf, der die Durchflussmenge begrenzt, deutlich verringern. Wie das funktioniert, zeigt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem Test. Eine weitere Sparmöglichkeit – und gleichzeitig eine gute Nachricht für alle WG-Bewohner, die sich über Geschirrberge in der Spüle ärgern – ist ein Geschirrspüler, denn dieser verbraucht weit weniger Wasser und Energie als das Spülen von Hand und ist nebenbei gut für die Stimmung in der WG.

Bei den Heizkosten kann man ebenfalls eine ganze Menge sparen, indem man zum Beispiel richtig lüftet und einige Grundregeln beim Heizen beachtet. Mehrmals am Tag kurzes Stoßlüften ist besser als ständig das Fenster gekippt zu lassen. Außerdem sollte man konstant heizen – auch wenn man ein paar Tage nicht da ist. Sinnvoller als die Heizung abzuschalten ist es, die Temperatur ein wenig herunter zu regeln, da man so nach Rückkehr weniger Energie benötigt, bis es wieder warm ist. Das gilt besonders dann, wenn die Mitbewohner sich während der eigenen Abwesenheit in der Wohnung aufhalten, denn sie müssen sonst die Kältebrücke des unbeheizten Zimmers ausgleichen.

Auch der Strom zählt zu den Wohnnebenkosten, wird aber meist direkt mit dem Energieanbieter und nicht mit dem Vermieter abgerechnet. Herkömmliche Lampen durch Energiesparlampen oder LEDs zu ersetzen, Geräte nicht im Stand-By-Modus laufen zu lassen und ungenutzte Stecker aus der Dose zu ziehen sind die gängigsten Methoden, um Strom zu sparen. Zusätzlich sollte man beim Kauf neuer Geräte auf die Energieklasse achten. Aber auch einfach miteinander zu reden kann Strom sparen: Wer sich eine Pizza macht, kann einfach kurz in die Runde fragen, ob jemand anderes auch etwas in den Backofen stellen will. So muss dieser nicht mehrfach angeheizt werden. Gleiches gilt für die Waschmaschine und den Trockner. Auch diese Geräte müssen nicht zweimal halbleer laufen! Problematisch wird es, wenn einer der Mitbewohner ein Energiefresser ist, beispielsweise eine Beautyqueen mit einem Lockenstab in Dauernutzung oder ein Zocker, dessen Konsole und Fernseher tage- und nächtelang in Betrieb sind – und alle anderen mitzahlen sollen. Dann empfiehlt es sich, zumindest in deren Zimmern und an den Steckdosen, über die die Geräte laufen, Zwischenzähler an den Steckdosen anzubringen. Auf diese Weise kann der Verbrauch genau zugeordnet und abgerechnet werden.

Vergleichen lohnt sich!

Sei es beim Gas-, Strom- oder Telefonanbieter: Sparen kann man auch, indem man den Anbieter wechselt. Vergleichsportale zeigen mit wenigen Klicks die Preise vieler Anbieter und bieten außerdem Hilfe beim Wechsel. Wichtig ist, dass man seine Kündigungsfristen im Blick behält und sich rechtzeitig um günstigere Angebote kümmert. Am einfachsten funktioniert das, indem man solche Termine in einen WG-Kalender einträgt und die Alternativen gemeinsam durchspricht. Aber nicht nur bei Gas-, Strom- oder Telefon kommen Kosten auf einen zu, sondern auch bei den benötigten Versicherungen. Welche das sind, haben wir im Artikel „Crash. Boom.Bang. – Versicherungen in der WG“ zusammengefasst.

Sparpotential: Haushalten im Haushalt.

Es gibt zahllose Tipps im Netz, die sich dem Thema Sparen im Haushalt widmen und unabhängig davon, ob man in einer WG wohnt oder nicht, lassen sich einige Tricks problemlos im Alltag umsetzen. Vom Kauf von No-Name-Produkten über den Gebrauch von Tupperdosen für etwaige Reste bis hin zu einer sinnvollen Vorratshaltung. Die besten Tipps und Rezepte haben die Herausgeber des sogenanntes Hartz-IV-Kochbuchs, mit dem sie deutschlandweit in den Medien bekannt wurden, auf ihrer Homepage zusammengestellt (www.diesparratgeber.de). Hier findet sich auch eine No-Name-Suche mit der man ganz einfach herausfinden kann, welcher Markenhersteller hinter welcher Handelsmarke steckt.

Sparen im Alltag ist also gar nicht so schwer und viele der Tipps gehen schnell ganz in Fleisch und Blut über, wenn man nur ein wenig darauf achtet. Und es lohnt sich, denn das gesparte Geld kann dann für die Erfüllung eigener Wünsche wie eine Urlaubsreise oder ein Auto zur Seite gelegt werden.


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