Crash. Boom. Bang.
Versicherungen in der WG.


12.08.2017

  • 2016 lebten bereits 4,46 Millionen Deutsche in WGs
  • Hausratversicherung und Haftpflicht sind keine Pflicht – aber ein Muss

Die Mietpreise in deutschen Großstädten steigen unaufhörlich. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass Wohngemeinschaften immer beliebter werden – und das nicht nur bei Studenten. Neben den klassischen WGs entstehen auch immer mehr „Zweck-WGs“, bei denen es den Bewohnern hauptsächlich darum geht, Geld bei Miete und Nebenkosten zu sparen. Doch egal, ob die Mitbewohner befreundet sind oder nicht, für ein entspanntes WG-Leben sollte man die Finanzen seiner Wohngemeinschaft schlau regeln und sich gegen Schäden versichern, damit ein kleines Missgeschick kein großes finanzielles Nachspiel hat.

Laptop, Smartphone und Co. – Schätzen und Schützen.

In vielen WGs sind immer häufiger kostspielige Gegenstände in der Wohnung zu finden: Laptops, Smartphones, Spielekonsolen oder teure Fernseher gehören inzwischen zum Standard. Wenn man eine teure Kaffeemaschine oder andere hochwertige Haushaltsgegenstände mitbringt, sollte man sich ebenfalls über deren Wert im Klaren sein. Doch gerade in Studenten-WGs wird der Wert und die Menge des „Hausrats“ oft völlig unterschätzt Die Hausratversicherung schützt gegen Einbruchdiebstahl und Vandalismus und leistet im Fall von Brand- oder Leitungswasserschäden Ersatz für beschädigte Einrichtungsgegenstände sowie übrigen Hausrat. Oftmals erstreckt sich der Versicherungsschutz der Hausratversicherung auch auf das Fahrrad. Entstehen nun Schäden am Hausrat, ist man mit einer entsprechenden Versicherung finanziell abgesichert.  

Welche Hausrat-Police ist die Richtige?

Wer Untermieter ist, kann sich für den Schutz seines eigenen Mobiliars nicht auf den Hauptmieter verlassen, sondern muss selbst vorsorgen. Denn: Gesetzlich ist niemand verpflichtet, eine Hausratversicherung abzuschließen. Trotzdem integrieren immer mehr Vermieter entsprechende Klauseln in ihren Mietverträgen. Laut Deutschem Mieterbund sind solche Klauseln allerdings unwirksam.

Für Mitglieder einer WG gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihren Hausrat abzusichern. Die Gängigste ist wohl, dass jeder Bewohner einen eigenen Hausratsversicherungsvertrag abschließt. Im Schadenfall reicht es dann, wenn der betroffene Bewohner den Schaden bei seiner Versicherung meldet.

Ein Muss für Partypeople!

WG-Partys sind oftmals spontan und legendär. Jeder, der einmal studiert hat, erinnert sich mehr – oder vielleicht auch eher weniger – an solche ausgelassenen Feiern. Doch nicht immer läuft dabei alles glatt. Bei ungezwungener Stimmung kippt schnell mal ein Rotweinglas um oder eine Zigarette hinterlässt unliebsame Spuren auf dem Teppich. In solchen Situationen ist eine Haftpflichtversicherung essenziell, wenn man die oftmals hohen Kosten nicht selbst übernehmen möchte. Denn wer das Eigentum eines anderen vorsätzlich oder fahrlässig beschädigt, ist laut § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches, verpflichtet Ersatz zu leisten. Auch im Alltag ist man vor Missgeschicken nicht gefeit, sei es, weil man unaufmerksam ist und der Pfannenwender auf dem Ceranfeld festschmort oder weil beim Putzen etwas zu Bruch gegangen ist. Mit einer passenden Haftpflichtversicherung ist man auf der sicheren Seite. Übrigens: Auch unberechtigte Ansprüche Dritter werden durch sie abgewehrt - notfalls vor Gericht.

Als Student mitversichert.

In der Regel lässt sich bis zum Abschluss des Erststudiums bzw. einer ersten Ausbildung die Police der Eltern nutzen. Voraussetzung ist, dass diese selbst eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Achtung: Einige Versicherer arbeiten zusätzlich mit Höchstaltersgrenzen, sodass der Familienschutz eventuell nicht bis zum Ausbildungsende gilt.

Schief gehen kann immer etwas, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Das Leben in einer Wohngemeinschaft ist eine tolle und facettenreiche Erfahrung. Allerdings sollte man eine gewisse Toleranz mitbringen, wenn die Mitbewohner sich mal nicht so verhalten, wie man es selbst erwartet, auch wenn es um die Nutzung und Pflege der eigenen, vielleicht teuren Geräte in den Gemeinschaftsräumen geht. Aber mit den richtigen Versicherungen ist man für ein entspanntes WG-Leben in jedem Fall bestens vorbereitet.


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