Das neue Online-Magazin kommt bald!


Ab Sommer 2018 finden Sie hier die Neuauflage unseres Online-Magazins.

Bis dahin schauen Sie doch Mal unter vwfs.de auf die neue Website von Volkswagen Financial Services.

Zweitwagen versichern – wie Familien sparen können.


08.02.2018

Viele Familien haben mehr als nur ein Auto. Aber nur wenn zwei Autos auf einen Namen laufen, gilt das rechtlich und versicherungstechnisch als Zweitwagen. Warum das Zweitversichern oft sinnvoll ist und warum es sich lohnen kann, wenn Eltern das Auto ihrer Kinder versicherungstechnisch führen, lesen Sie hier.

Versicherer und SF-Rabatte

Der Schadensfreiheitsrabatt, kurz SFR, ist einer der ausschlaggebenden Faktoren für die Berechnung Ihres Kfz-Versicherungsbeitrags. Das wussten Sie vielleicht schon. Was Sie unter Umständen noch nicht wussten: Mit der Zweitwagenregelung müssen Sie für ein zweites Auto auf Ihren Namen unter Umständen einen geringeren Beitrag zahlen, als die Person, die tatsächlich mit dem Wagen fährt. Natürlich nur, wenn Sie mit Ihrem ersten Auto bereits einige Jahre unfallfrei gefahren sind.  

Wie bei allen Rabatten gilt natürlich auch beim Schadenfreiheitsrabatt: Je höher, desto besser. Jeder Versicherte startet erstmal mit der Schadensklasse 0. Für jedes unfallfreie Jahr steigt dann der Schadenfreiheitsrabatt um einen „Punkt“.

Verursachen Sie wiederum einen Unfall, werden sie mit Ihrem SFR runtergestuft.

Für Zweitwagen bieten viele Versicherer eine Sondereinstufung bei den Schadenfreiheitsrabatten an. Häufig wird eine Einstufung in die Klasse ½ gewährt. Wenn der Erstwagen mit einem hohen Schadenfreiheitsrabatt eingestuft ist, bieten viele Versicherer auch einen höheren Einstiegs-SFR für den Zweitwagen.

Zweitwagen versichern – so können auch Fahranfänger sparen

Ihre Tochter oder ihr Sohn hat gerade den Führerschein gemacht und plant nun die Anschaffung des ersten eigenen Autos? Da müssen Sie sich auch überlegen, wie man das mit der Versicherung regelt. Das kann für Fahranfänger nämlich durchaus teuer werden, denn Ihr Kind konnte sich ja noch keinen Schadenfreiheitsrabatt erfahren.

Welche Möglichkeit hat Sie also? Wenn Sie selbst bereits viele Jahre ununterbrochen schadensfrei gefahren sind, müsste Ihre Schadensfreiheitsklasse entsprechend hoch sein. Es könnte sich für Sie und Ihr Kind finanziell lohnen, das neue Auto Ihres Kindes als Ihren Zweitwagen anzumelden. Sie als Versicherungsnehmer müssen in dem Fall Halter des Fahrzeuges sein. Ihr Kind hingegen wird als Fahrer eingetragen.

Der Zweitwagen wird dann in der Regel direkt in die SFR 1/2 eingestuft. Auf diese Weise kann man gegenüber einer Erstwagenversicherung für Fahranfänger einiges sparen.

Sollten Sie selbst keinen entsprechenden Schadensfreiheitsrabatt vorzuweisen haben, können auch Großeltern, Onkel und Tanten einspringen. Unter welchen Voraussetzungen das möglich ist, erfahren Sie bei der Beratung Ihres Versicherungsunternehmens.

Wenn Ihr Kind dann im Laufe der Zeit ein paar schadensfreie Jahre angesammelt hat, können Sie das Fahrzeug auf den Namen des Kindes versichern und die schadenfreien Jahre aus dem Zweitwagen-Vertrag übertragen. Sie, als Versicherungsnehmer, müssen der Übertragung zustimmen. Ihr Kind muss gegebenenfalls nachweisen, dass es in dem beschriebenen Zeitraum vorwiegend mit dem Auto gefahren ist.

Diese Übernahme von Schadenfreiheitsrabatten ist allerdings nur zwischen Verwandten ersten Grades möglich und weist auch ein paar Stolpersteine auf.

Schadensfreiheitsrabatte übertragen

Grundsätzlich ist es in den meisten Fällen möglich, Schadenfreiheitsrabatte an Familienmitglieder zu übertragen. Welcher Verwandtschaftsgrad genau dabei bestehen muss und welche weiteren Rahmenbedingungen eingehalten werden müssen, ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.

Wie bereits angedeutet, gibt es bei der Übertragung allerdings den ein oder anderen Haken: Derjenige, der seinen Schadenfreiheitsrabatt überträgt, verliert diesen unwiderruflich. Wenn man also zu einem späteren Zeitpunkt nochmals eine Autoversicherung abschließen möchte, fängt man wieder ganz von vorne an und zahlt entsprechend hohe Beiträge. Daher ist dieser Schritt nur sinnvoll, wenn man selbst wirklich auf diesen Rabatt verzichten kann.

Außerdem müssen Sie beachten, dass der Empfänger des Rabatts nur so viele schadenfreie Jahre übernehmen kann, wie er seit Erhalt des Führerscheins hätte erreichen können. Wenn Ihr Kind also seit vier Jahren einen Führerschein hat, kann es auch nur höchstens den Schadensfreiheitsrabatt für vier Jahre übernehmen. Alle weiteren schadenfreien Jahre darüber hinaus verfallen. Aus diesem Grund macht es kein Sinn einen Schadenfreiheitsrabatt auf einen Fahranfänger zu übertragen, der gerade erst den Führerschein bekommen hat.

Übrigens: Wenn Sie als Eltern Ihrem Nachwuchs den Schadenfreiheitsrabatt des Zweitwagens übertragen wollen, verlieren Sie auch nur den Schadenfreiheitsrabatt für Ihren Zweitwagen. Der SFR des Erstwagens bleibt von der Übertragung gänzlich unberührt.

Vier Gründe, die für eine Schadenfreiheitsrabattübertragung sprechen können:

  1. Altersbedingte Führerscheinabgabe: Wenn Eltern oder Großeltern den Führerschein aus Altersgründen abgeben, können Kinder oder Verwandte oft die SF-Klasse übernehmen.
  2. Vererbte SF-Klassen: Beim Tod eines Versicherten werden in der Regel mit dem Auto auch die Schadenfreiheitsklassen an die Erben weitergegeben.
  3. Zweitwagen: Als Inhaber von zwei Autos können Sie ein Auto und die dazugehörige SF-Klasse übergeben ohne die SF-Klasse des anderen unter ihren Namen versicherten Autos zu verlieren.
  4. Änderung der Lebensumstände: Gehen Sie in Rente oder ziehen Sie in eine Großstadt, dann ist es unter Umständen nicht mehr notwendig ein Auto zu besitzen. Wenn sie komplett auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, kann immer noch jemand anders von ihren SF-Klassen profitieren.

 

Nur ein paar Wochen im Jahr – Kfz mit Saisonkennzeichen als Zweitwagen

Wenn Sie einen Zweitwagen haben, den Sie nur ein paar Monate im Jahr fahren, können Sie für diesen ein Saisonkennzeichen nutzen. Einzige Regel dabei ist: Er muss mindestens zwei, aber maximal elf Monate lang gefahren werden. Steuern und Versicherung gelten dann auch nur für diese Zeit. Auch für diese saisonalen Kfz wie Oldtimer, Cabriolets oder Motorräder ist die Zweitwagenregelung wirksam. Wenn Sie Ihr Saisonfahrzeug also über denselben Fahrzeuginhaber versichern lassen, können Sie auch hier Geld sparen.

Übrigens: Wenn Sie Ihren Saisonwagen mindestens sechs Monate im Jahr versichern, dann steigt der Schadenfreiheitsrabatt jährlich wie bei einem ganzjährig versicherten Fahrzeug. Bei unter sechs Monaten wird das Saison-Kraftfahrzeug auf den Schadenfreiheitsrabatt des Vorjahres gesetzt und steigt nur anteilig.


Noch mehr Interessantes, Spannendes, Wissenswertes:

Firmenwagen oder Privatwagen?

Wie viel Privatwagen steckt eigentlich im Firmenwagen?

Ihr Browser scheint veraltet zu sein!

Für eine problemlose Darstellung dieser Seite und eine Erhöhung der
Sicherheit Ihres Systems verwenden Sie bitte einen aktuellen Browser.